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Afghanistan: Karzai wirft internationalen Truppen Angriff auf Kinder vor

Der Vorwurf wiegt schwer: Karzai wirft den internationalen Truppen vor bei einem Luftangriff Kinder getötet zu haben. Unterdessen tritt Michael Steiner, der Sonderbeauftragte der Bundesregierung für Afghanistan, zurück.

Der afghanische Präsident erhebt schwere Vorwürfe gegen internationale Truppen. Quelle: AFP
Der afghanische Präsident erhebt schwere Vorwürfe gegen internationale Truppen. Quelle: AFP

KabulDer afghanische Präsident Hamid Karsai hat den internationalen Truppen in Afghanistan vorgeworfen, bei einem Luftangriff im Osten des Landes acht Kinder getötet zu haben. Der Angriff habe sich am Mittwoch im Bezirk Nadschrab in der Provinz Kapisa ereignet, sagte Karsai am Donnerstag. Er habe eine Untersuchung angeordnet.

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Die internationale Koalition in Afghanistan bestätigte lediglich, dass es einen Zwischenfall gegeben habe. Auch sie wollte prüfen, was genau geschehen sei. Erst dann sollen weitere Informationen veröffentlicht werden, hieß es in einer Erklärung. Wegen ziviler Opfer ist es immer wieder zu Spannungen zwischen der afghanischen Regierung und den NATO-geführten ISAF-Truppen gekommen.

Auch ein weiterer Skandal des US-Militärs macht in diesen Tagen die Runde: Scharfschützen der US-Marineinfanterie in Afghanistan haben sich vor einer Fahne mit einem Symbol fotografieren lassen, das dem der nationalsozialistischen SS ähnelt. Das bestätigte ein Sprecher der US-Einheit, Oberstleutnant Stewart Upton am Donnerstag in San Diego. Das Marinekorps habe sich mit dem Problem befasst. Die Soldaten, die auf dem im Internet zirkulierenden Foto zu sehen seien, gehörten nicht mehr der Einheit an. Das Foto sei im September 2010 in der afghanischen Provinz Afghanistan gemacht worden.

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Unterdessen berichtet die Bild-Zeitung in ihrer Freitagsausgabe, dass der Sonderbeauftragte der Bundesregierung für Afghanistan und Pakistan, Michael Steiner, seinen Posten aufgibt. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes habe dies bestätigt, so die Zeitung. Steiner werde seine Tätigkeit als Sonderbeauftragter „in den nächsten Wochen“ beenden, heißt es im Auswärtigen Amt.

Steiner hatte den Posten im Frühjahr 2010 angetreten und unter anderem die Afghanistan-Konferenz in Bonn vorbereitet, sowie die geheimen Friedensverhandlungen zwischen NATO und Taliban initiiert. Von Beginn an sei klar gewesen, dass der Diplomat die Aufgabe „nur für einen begrenzten Zeitraum“ übernehmen werde, heißt es in seinem Umfeld. Ein Nachfolger für Steiners Posten steht noch nicht fest. Auch über Steiners nächste Aufgabe wird derzeit noch verhandelt.

  • 10.02.2012, 08:48 UhrAnonymer Benutzer: Qwertz

    Apropos, journalistische Standards: "afghanische Provinz Afghanistan"? Ich weiß, es ist ein Online-Artikel, aber einmal vorher durchlesen dürfte wohl drin sein...

  • 10.02.2012, 07:25 UhrEnergieelite

    Auf welchem real-Level Islamische nachrichten zu bewerten sind kennen wir,immer wird relativiert und Polarisiert .
    "Es kamen zu einer Demo 5 Mio" , tatsächlich waren es ca 50000.
    Das tatsächliche geschehen wird soweit verfälscht bis die Ideologie stimmt !
    Wir kennen hunderte beispiele , hier nur eins :

    Wo bleiben die journalistischen Standards?
    http://haolam.de/index.php?site=artikeldetail&id=7868

    Gerade Afghanistan und dieser Karzei sind für ihre Polarisierende und eigennützige Berichterstattung bekannt .

    Warten wir also besser ab was eine hoffentlich neutrale Untersuchung an den tag bringt !

  • 10.02.2012, 06:49 UhrAnonymer Benutzer: Kalle

    Genau. Die Hinterbliebenen der deutschen Gefallenen sollten auch die verantwortlichen Entscheidungsträger für diesen sinnlosen Einsatz verantwortlich machen!
    Zehntausende Opfer klagen an, nicht nur in Afghanistan, auch in Libyen, demnächst in Syrien.
    Machen wir bei den schmutzigen Kriegen der Amerikaner nicht mehr mit!

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