Afghanistan
Niebel will Rohstoffe sichern

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel strebt eine Partnerschaft mit Afghanistan bei Rohstoffen an. Das Land verfügt über Bodenschätze, die für die deutsche Industrie wichtig sind.
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BerlinIn Afghanistan gebe es zum Beispiel Lithium und Seltene Erden, die für einen Industriestandort wie Deutschland relevant seien, sagte Niebel der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagausgabe). Seltene Erden sind für die Technologiebranche unersetzliche Rohstoffe. Sie werden unter anderem bei der Herstellung von Smartphones und Hybrid-Autos benötigt.

Niebel kündigte zudem eine internationale Rohstoffkonferenz an, die sein Ministerium nach der Verabschiedung eines Rohstoffgesetzes durch das afghanische Parlament ausrichten wolle. "Wir versuchen, das zu beschleunigen – unter anderem mit einer Dialogveranstaltung in den nächsten Tagen, an der deutsche Unternehmen und zwei afghanische Minister teilnehmen", sagte der FDP-Politiker. Deutschland hat bereits Rohstoffpartnerschaften mit der Mongolei und Kasachstan geschlossen.

Niebel erwartet, dass sich die Sicherheitslage für zivile Helfer in der Entwicklungszusammenarbeit in Afghanistan nach dem geplanten Abzug der meisten ausländischen Truppen 2014 nicht deutlich verändern wird. Nötig seien Evakuierungsmöglichkeiten für den Notfall. „Die Bundeswehr kann das, es müsste aber Bestandteil des militärischen Operationsplans sein“, sagte der Minister. „Es wäre uns natürlich am liebsten, wenn es deutsche Evakuierungskräfte gäbe.“

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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Afghanistan: Niebel will Rohstoffe sichern"

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  • Die Chinesen haben bei der Erzeugung von Infrastruktur in Afrika sich als zuverlaessige Partner erwiesen. Da koennen die Deutschen in Afghanistan und in der Mongolei etc sich gut vergleichen lassen. Der zu erhoffende deutsche Erfolg an diesen weit entfernten Orten wird ihnen Recht geben.

  • Omarius
    Die wichtige frage ist, "wie wird sichergestellt das der Durchnittliche Afghani was davon hat?"
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    Dem läßt man seine Mohnfelder und sichert die
    Transportwege Richtung West.

  • Nicht zu vergessen der Mittelstand in Afghanistan, mit all seinen Teppichen....

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