Afghanistan
Obama sucht neue Strategie für „Krisenbogen“

Die Gewalt in Afghanistan und Pakistan eskaliert. Barack Obama will nun die gesamte Region mit Pakistan, Indien, Kaschmir und Iran in den Blick nehmen und warnt: "Wir können uns nicht isoliert mit Afghanistan beschäftigten."

WASHINGTON. Vor dem Hintergrund einer ganzen Serie von Anschlägen in Afghanistan, Pakistan und dem Terrorangriff von Bombay drängt der gewählte US-Präsident Barack Obama auf eine Gesamtstrategie für den südasiatischen Krisenbogen. "Wir können uns nicht isoliert mit Afghanistan beschäftigen", sagte Obama in einem Fernsehinterview. "Wir müssen das vielmehr als Teil eines regionalen Problems verstehen, das Pakistan, Indien, Kaschmir und Iran einschließt."

Gestern gab es erneut einen Anschlag auf ein Nachschubdepot in der Nähe der pakistanischen Provinzhauptstadt Peschawar. Dort befanden sich rund 50 Fahrzeuge für die Nato - und US-Truppen in Afghanistan. Bereits am Sonntag war ein benachbartes Lager mit rund 160 Lastwagen in die Luft gesprengt worden.

Mit militärischen Mitteln alleine werde man dem Problem nicht beikommen, sagte Obama. In Afghanistan müsse man künftig mehr Wert auf die Entwicklung des Landes legen: "Afghanische Bauern haben im Durchschnitt bislang keinerlei Verbesserung ihrer Lebensumstände erfahren. Wenn wir eine effektivere Entwicklungsarbeit, die militärischen Anstrengungen und eine verbesserte Diplomatie kombinieren, dann können wir jedoch die Lage stabilisieren."

Während sich die Situation im Irak in diesem Jahr beruhigt hat, nahm die Gewalt in Afghanistan zu. Mit bislang 267 gefallenen alliierten Soldaten hat die Zahl der Toten aus den Reihen der USA und der Nato 2008 einen Rekordstand erreicht. Zwischen August und Oktober wurden in Afghanistan erstmals mehr Anschläge verzeichnet als im Irak.

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