Afghanistan
Obama will Rückzugsplan vorlegen

Nach zehn Jahren Krieg am Hindukusch will Präsident Barack Obama am Mittwoch einen Plan für den Rückzug der US-Truppen aus Afghanistan vorstellen.
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WashingtonDer Oberste Befehlshaber der USA werde die Pläne für die ab Juli geplante erste Phase des Abzugs vorlegen, sagten US-Regierungsvertreter. Obama werde aber auch die breitere Strategie für den Rückzug der 30.000 Soldaten erläutern, die die USA unter seiner Führung zusätzlich in das Land geschickt haben, um den Widerstand der radikal-islamischen Taliban zu brechen.

Die Entscheidung kann Konsequenzen für die anderen beteiligten Nato-Staaten wie Deutschland nach sich ziehen. Zudem wären geringere Militärkosten für Afghanistan ein willkommener Beitrag zum Abbau der rekordhohen US-Schulden, über den Regierung und Kongress bis Ende der Woche wenigstens eine Grundsatz-Einigung erreichen wollen.

Obama hat bislang lediglich erklärt, der Abzug werde in der ersten Phase eine „bedeutende Zahl“ von Soldaten umfassen. Die Schätzungen belaufen sich hier auf 3000 bis 5000 Einsatzkräfte. Erwartet wird, dass er für den Rückzug der gesamten Verstärkung einen Zeitraum von einem bis eineinhalb Jahren vorschlägt.

„Er ist in der Endphase seiner Entscheidungen“, sagte ein Sprecher des Präsidialamtes. „Er überprüft seine Optionen und Lageeinschätzung.“ Der oberste Kommandeur der USA, General David Petraeus, soll Medienberichten zufolge eine Heimkehr der 30.000 zusätzlichen Soldaten bis Ende kommenden Jahres unterstützen. Verteidigungsminister Robert Gates befürwortet dagegen ein langsameres Vorgehen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Afghanistan: Obama will Rückzugsplan vorlegen"

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  • Wollte er nicht vor Jahren auch Guantanamo schliessen? Ich finde das er mehr Versprechen gebrochen als gehalten hat, aber da ist er ja in feiner Gesellschaft und man muß nur nach Europa blicken. Wenn die Medien nicht hinter den Medien stehen würden, hätten diese keinen medialen Rückhalt mehr.

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