Afghanistan
Revolte in Kabuler Gefängnis beendet

Vier Tage nach dem Beginn der Revolte in einem Kabuler Hochsicherheitsgefängnis haben sich die Häftlinge den Behörden ergeben. Die blutige Bilanz des Aufstands: Sechs Häftlinge starben, mindestens weitere 40 wurden verletzt.

AP KABUL. Der stellvertretende afghanische Justizminister Mohammed Kasim Haschimsai sagte am Mittwoch, das Gebäude sei unter Kontrolle. Soldaten und Polizisten hielten das Gefängnis weiter umstellt. Bereits am Dienstag hätten rund 1 000 der Häftlinge deutlich gemacht, dass sie aufgeben wollten. Sie seien am Mittwoch mit Bussen in einen Teil der Anlage gebracht worden, der unter Kontrolle der Sicherheitskräfte gestanden habe. Die Regierung habe Forderungen der Gefangenen nach Einrichtung einer Bibliothek sowie nach besserem Essen und besseren sanitären Einrichtungen nachgegeben. Die geforderten Wiederaufnahmen von Prozessen werde es aber nicht geben. Danach habe nur noch ein harter Kern aus Mitgliedern der Al Kaida und Taliban die Revolte fortgesetzt, sagte Haschimsai. Auch sie hätten jedoch schließlich aufgegeben.

Auslöser der Unruhen im Politscharki-Gefängnis war Berichten zufolge die Einführung neuer Häftlingsuniformen, nachdem im vergangenen Monat Taliban-Kämpfer verkleidet als Besucher geflohen waren. Sicherheitschef General Mahbub Ullah Amiri erklärte, der frühere Taliban-Kommandeur Mulla Mudschahed habe die Revolte angeführt, die am Samstag begonnen hatte. Etwa 100 der gefährlichsten Gefangenen seien in Hochsicherheitszellen verlegt worden.

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