Afghanistan
Schicksal der Geiseln weiter ungewiss

Zehn Tage nach der Entführung von zwei Deutschen in Afghanistan bemüht sich das Auswärtige Amt weiter intensiv um die Freilassung des überlebenden Bauingenieurs.

HB KABUL/SEOUL/BERLIN. Eine Ministeriumssprecherin sagte am Samstag in Berlin auf Anfrage, der Krisenstab stehe nach wie vor in engem Kontakt mit der afghanischen Regierung. Man arbeite mit Hochdruck. Unterdessen dauern die Bemühungen um die Freilassung der 22 südkoreanischen Geiseln in der Gewalt von radikal-islamischen Taliban-Rebellen an.

Der deutsche Bauingenieur war am 18. Juli gemeinsam mit einem Kollegen verschleppt worden. Die zweite Geisel, ein 44 Jahre alter Ingenieur, war in der Geiselhaft gestorben. Der Leichnam wurde nach Deutschland übergeführt und in Köln obduziert. Endgültige Ergebnisse werden frühestens Ende kommende Woche erwartet.

Im Falle der verschleppten Südkoreaner sagte der afghanische Vize- Innenminister Munir Mangal am Samstag, als letzte Möglichkeit schließe die Regierung auch ein gewaltsames Vorgehen gegen die Kidnapper nicht aus. „Die Gespräche dauern an, wir hoffen, die Angelegenheit auf friedlichem Wege lösen zu können“, sagte Mangal. Taliban-Sprecher Kari Jussif Ahmadi drohte im Falle eines Militärschlags mit der Ermordung der südkoreanischen Geiseln.

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