Afghanistan: Selbstmordanschlag auf Truppen in Kabul

Afghanistan
Selbstmordanschlag auf Truppen in Kabul

Ein Selbstmordattentäter hat am Sonntag in der afghanischen Hauptstadt Kabul einen Anschlag auf einen Konvoi ausländischer Truppen verübt. Nach ersten Angaben hat sich die Taliban zu dem Anschlag bekannt.

HB KABUL. Bei dem Anschlag wurden nach Angaben des Innenministeriums zwei afghanische Zivilisten verletzt. Auch ein französischer Soldat habe leichte Verletzungen erlitten, teilte ein Nato-Sprecher mit. Der Anschlag ereignete sich nahe einer Brücke am westlichen Stadtrand. Die Brücke an der Hauptstraße in die Provinz Maidan Wardak und den Süden des Landes wird häufig von US- und Nato-Truppen benutzt.

In die Provinz sind im vergangenen Jahr Kämpfer der radikal-islamischen Taliban eingerückt. Seither gab es dort einen deutlichen Anstieg an Gewalttaten. Im Dezember wurden 3000 zusätzliche US-Soldaten nach Maidan Wardak und die Nachbarprovinz Logar verlegt.

In einem Telefonanruf beim Büro der Nachrichtenagentur ap bekannte sich ein Sprecher im Namen der Taliban zu dem Anschlag.

Der anhaltende Aufstand in Afghanistan hat im Jahr 2008 so viel US-Soldaten wie nie zuvor das Leben gekostet. Die Streitkräfte zählten 151 Tote. Von den Kontingenten weiterer Staaten verloren 134 Soldaten ihr Leben, unter ihnen drei Bundeswehrsoldaten. Insgesamt starben in Afghanistan mindestens 6340 Menschen durch Gewalt. 2007 waren es rund 6500.

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