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Afghanistan-Strategie: Guttenberg warnt Obama vor Kurswechel

US-Präsident Barack Obama hat den Afghanistan-Kommandeur Stanley McChrystal für Mittwoch nach Washington zitiert, um ihn wegen eines Interviews zur Rede zu stellen. Danach sollte die Entscheidung fallen, ob Obama den Vier-Sterne-General wegen der umstrittenen Äußerungen entlässt. Rückendeckung erhielt der General derweil aus Deutschland. Verteidigungsminister zu Guttenberg nannte die Zusammenarbeit mit ihm exzellent.

HB DSCHIBUTI. Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sieht unabhängig vom Schicksal des Isaf-Kommandeurs Stanley McChrystal keinen Anlass für einen Kurswechsel in Afghanistan. „Ich sehe wenig gute Gründe für radikal veränderte Strategien“, sagte der CSU-Politiker am Mittwoch bei einem Besuch im ostafrikanischen Dschibuti.

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Der Kommandeur der Internationalen Afghanistan-Schutztruppe, General McChrystal, ist wegen angeblich despektierlicher Äußerungen über die US-Regierung unter Druck geraten. Guttenberg sagte, er habe immer gut mit McChrystal zusammengearbeitet. „Für die gesamte Allianz, die sich in der Umsetzung einer neuen Strategie befindet, wäre grundsätzlich ein Zeichen der Kontinuität wünschenswert“, sagte Guttenberg.

In der ARD lobte Guttenberg die Zusammenarbeit mit McChrystal als exzellent. „Er ist ein Garant für die neue Strategie in Afghanistan“, sagte der CSU-Politiker im ARD-"Morgenmagazin". "Wir stehen vor einem wichtigen Sommer, deshalb ist Stabilität dort sehr wichtig."

Im Nato-Hauptquartier in Brüssel schlug der Streit um den US-General ein wie eine Bombe. Nato-Generalsekretär Rasmussen stellte sich sofort hinter den Oberbefehlshaber der Isaf-Truppen. Der Bericht im „Rolling Stone“, der den Streit ausgelöst hatte, sei unglücklich, aber es handele sich nur um einen Presseartikel. „Ich habe volles Vertrauen in McChrystal und seine Strategie“, ließ Rasmussen wissen. Auch die Alliierten erklärten sich solidarisch. McChrystal sei ein „hochintelligenter Mann, er hat den Nato-Rat immer hervorragend unterrichtet“, sagte ein Diplomat. Dies sei einhellige Meinung aller 28 Nato-Mitglieder.

Allerdings glaubt in Brüssel kaum jemand, dass sich McChrystal unbeschadet aus der Affäre ziehen kann. „Die Chancen, dass er seinen Job behält, stehen 50 zu 50“, so der Diplomat. Selbst wenn US-Präsident Obama den General im Amt belasse, wäre seine Autorität beschädigt. „Wird es seinem Ruf schaden? Wird er seinen Rang wahren? Das fragen sich alle hier“, so der Nato-Insider. Fast klang es schon wie ein Nachruf auf den Mann, auf dem alle Hoffnungen für eine Wende in Afghanistan ruhen.

  • 24.06.2010, 12:05 UhrAnonymer Benutzer: Peter Scholz

    Offenbar haben wir es hier mit zwei völlig unterschiedlichen Strategien zutun, die in einen Topf geraten sind.

    Obamas Strategie war es von Anfang an, sich militärisch aus Nahost und Afghanistan zurückzuziehen. Dies nicht zuletzt deswegen, weil sich sein Land nicht weitere Finanzeskapaden a la bush leisten kann. Dafür wurde er mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Die Welt hat das nicht verstanden und scheint es weiterhin nicht zu verstehen.

    Unter dieser Strategie läuft eine zweite Strategie, nämlich, den Afghanistaneinsatz so schnell wie möglich zu beenden. insoweit wurden Truppen aus dem irak abgezogen und zusätzlich in Afghanistan eingesetzt. McChrystal hat seit einem Jahr das Oberkommando über die iSAF-Truppe und wenn man nach seinen besonderen Fähigkeiten fragt, so stelle ich jedenfalls fest, daß das Sterben nun erst richtig begonnen hat. Die Taliban, die besiegt werden sollten, werden immer stärker. Die Grenze zu Pakistan ist weiterhin offen. Auf diplomatischem Weg wurde erreicht, daß Pakistan mit einer Großoffensive die US-Truppen entlastet. Und was macht die hochspezialisierte McChrystal-Truppe-Rudi sorglos? Sie lassen sich beim Kaffeekränzchen einen ganzen Nachschubkonvoi wegsprengen! Wenn es sich aber um Sprengungen des Taliban-Tunnelsystems handelt, zeigt diese McChrystal-Truppe-Rudi sorglos wahres Unvermögen. Doppelsprengung ist angesagt! Die erste Sprengung soll Eingänge schließen, um der zweiten Sprengung innen die richtige Durchschlagskraft bis in den letzten Winkel zu ermöglichen. Naja, Hauptsache es hat bUM gemacht.

    Und wie sorglos ist unser Verteidigungsminister? Nach wie vor rüstet er die Truppe mit Spielzeuggerät aus, das von jeder Granate zerfetzt werden kann und so den Luftangriff auf den Tanklastzug erforderlich machte. Er schiebt einen Kommandeur, der richtig gehandelt hat, ab, und kommt sich besonders klug vor. Wenn Obama einen offenkundig unfähigen General abschiebt, muß das natürlich kritisiert werden.

    ist bombensicherer bio-beton (wurde von mir vor 30 Jahren hergestellt) teurer als Menschenleben?

    http://www.podcast.de/episode/314569/biobeton_gegen_bomben

    Und dann noch diesen Karsai zitieren, dem jeder General recht ist, wenn nur sein Stuhl gerettet wird. Von den Taliban würde Karsai gevierteilt werden. Wo ist sein, den Taliban ebenbürtiges Militär? Die Afghanen sollen für ihre Sicherheit selbst sorgen!

    http://www.bps-niedenstein.de/

  • 23.06.2010, 19:10 UhrAnonymer Benutzer: halloaberauch

    Ein General hat sich absolut loyal gegeüber seinem Präsidenten zu verhalten! Tut er das nicht, wird er gefeuert. Verstehe unseren Verteidigungsminister gar nicht, dass er dem General die Stange hält. Geht ihm das ganze überhaupt etwas an?! Typisch "deutsch" oder wie der Altkanzler schreiben läßt "wilhelminisch".

  • 23.06.2010, 15:10 UhrAnonymer Benutzer: Peter

    Zustände wie im Alten Rom...

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