Afghanistan
Taliban: „Haben ausländische Geiseln hingerichtet“

Die radikal-islamischen Taliban in Afghanistan haben nach eigenen Angaben vier ausländische Geiseln getötet. Zuvor hatte ein Sprecher mitgeteilt, bei den Entführten handele sich um einen Deutschen und vier Albaner.

HB KABUL. "Die Geiseln sind auf Anweisung von Taliban-Chef Mullah Mohammed Omar hingerichtet worden", sagte Taliban-Sprecher Kari Mohammed Jussuf. „Diese Leute sind auf Geheiß Amerikas nach Afghanistan gekommen, daher sollten sie zum Tode verurteilt." Die Männer sollen für die Düsseldorfer Firma Ecolog gearbeitet haben sollen. Nach Angaben des Unternehmens befand sich jedoch kein Deutscher unter den Entführten. Alle vermissten Mitarbeiter seien Albaner.

Das Auswärtige Amt teilte mit, es bemühe sich "in Zusammenarbeit mit allen relevanten Stellen und in engem Kontakt mit den afghanischen Behörden um Aufklärung des Sachverhalts". Es sei bisher nur bekannt, dass es sich um "Geiseln unterschiedlicher Staatsangehörigkeit" handle, sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

Am Sonntag war gemeldet worden, dass in Südafghanistan acht Mitarbeiter von Ecolog in der Provinz Helmand von Bewaffneten verschleppt worden seien. Ecolog ist unter anderem mit der Entsorgung der Abwässer von US-amerikanischen und afghanischen Kasernen betraut. Die vier Afghanen seien mittlerweile wieder frei, teilte ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums in Kabul mit.

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