Afghanistan
Taliban stürmen Luxushotel in Kabul

Selbstmordattentäter und mit Gewehren und Granaten bewaffnete Taliban haben das Luxushotel „Serena“ in der afghanischen Hauptstadt Kabul gestürmt. Eine Augenzeugin berichtete von einem Blutbad in der Hotellobby. Das Haus ist ein beliebtes Anlaufziel ausländischer Besucher.

HB KABUL. Ein Polizeisprecher sagte, zwei Angreifer hätten das schwer gesicherte Serena Hotel am frühen Abend (Ortszeit) mit Handgranaten und Maschinenpistolen attackiert und dabei zwei Wachposten getötet. Ein dritter Angreifer habe sich in der Hotellobby in die Luft gesprengt. Sicherheitskräfte sperrten den Anschlagsort in der Innenstadt von Kabul weiträumig ab.

Der norwegische Außenminister Jonas Gahr Støre, der sich im Hotel aufhielt, blieb nach Angaben des Außenministerium in Oslo unverletzt. Ein Mitarbeiter sowie ein norwegischer Journalist hätten bei der auf die Explosion folgenden Schießerei Verletzungen erlitten. Eine Sprecherin des Außenministeriums sagte, Støre sei im Keller des Hotels in Sicherheit gebracht worden. Nach Angaben von Begleitern des norwegischen Ministers gab es außerhalb des Hotels weitere Explosionen. Støre war am Montag mit einer zehnköpfigen Delegation in Kabul eingetroffen.

Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag. Die Taliban-Angaben wurden zunächst nicht von unabhängiger Seite bestätigt. Sie kamen aber sehr schnell nach den Explosionen und Schüssen in dem Hotel.

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