Afghanistan
Taliban wollen weitere Geisel getötet haben

Die radikal-islamischen Taliban haben nach eigenen Angaben eine weitere südkoreanische Geisel getötet. Taliban-Sprecher Kari Jussif Ahmadi sagte, die Geisel sei um 18 Uhr deutscher Zeit getötet worden. Der Wahrheitsgehalt von Ahmadis Aussage konnte zunächst nicht überprüft werden.

HB KABUL. Zuvor waren am Montag zwei Ultimaten der Rebellen abgelaufen. Die afghanische Regierungsdelegation, die mit den Geiselnehmern verhandelt, hatte sich noch zuversichtlich gezeigt, dass die Taliban die von Kabul erbetene Frist um zwei Tage verlängern würden. Ahmadi drohte weitere Erschießungen von Geiseln an.

Der Sprecher der Taliban drohte, sollten ihre Bedingungen weiterhin nicht erfüllt werden, seien „auch die Leben anderer Koreaner in Gefahr“. Die Leiche des Koreaners sei auf eine Straße in der südostafghanischen Provinz Ghasni gelegt worden.

Die Taliban fordern im Tausch gegen die nun nach ihren Angaben noch 21 Südkoreaner nach eigenen Angaben die Freilassung von acht Rebellen aus afghanischer Haft. 23 Südkoreaner - Mitglieder einer Freikirche, die in Afghanistan medizinische Hilfe leisten wollten - waren am 19. Juli auf dem Weg von der Hauptstadt Kabul nach Kandahar im Süden des Landes verschleppt worden. Eine der Geiseln, ein Prediger, wurde später von den Entführern erschossen. Die Leiche der Geisel Bae Hyung Kyu wurde am Montag in die Heimat übergeführt.

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