Afghanistan
Tote bei Selbstmordattentat in Kabul

Zwölf Menschen sind bei einem Selbstmordanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul ums Leben gekommen. Dutzende wurden verletzt. Der Attentäter habe sich am Samstag vor dem Innenministerium in die Luft gesprengt, erklärte ein Ministeriumssprecher.

HB KABUL. Die radikal-islamischen Taliban-Rebellen bekannten sich in einem Telefonanruf zu dem Anschlag, bei dem offiziellen Angaben zufolge 42 Menschen verwundet wurden. Mitarbeiter des Ministeriums seien gerade vor dem Gebäude aus einem Bus gestiegen, als der Sprengsatz gezündet wurde, teilte die Polizei mit.

Augenzeugenberichten zufolge versuchten Polizisten, den großen, untersetzten Attentäter noch aufzuhalten. Dieser sei jedoch in die Menschenmenge gerannt und habe dann die Bombe ausgelöst. Durch die Explosion wurden etliche kleine Läden in der Nähe erheblich beschädigt. Samstag ist in Afghanistan ein Arbeitstag.

Afghanistan erlebt derzeit die schlimmste Gewalt seit dem Sturz der radikal-islamischen Rebellen im Jahr 2001. Besonders unruhig ist die Lage im Süden und Osten des Landes, zuletzt gab es jedoch auch vermehrt Anschläge der Taliban in der Hauptstadt. Vor rund drei Wochen brachte ein Selbstmordattentäter ein Auto nahe der US-Botschaft in Kabul zur Explosion. Dabei kamen 16 Menschen ums Leben.

Die Nato-Truppe Isaf unterstützt die afghanische Regierung im Kampf gegen die Aufständischen. Dabei sind auch Soldaten der Bundeswehr im Einsatz, die vor allem im verhältnismäßig ruhigen Norden des Landes stationiert sind.

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