Afghanistan wählt inmitten von Armut und Unsicherheit
Fakten zum Land Afghanistan

Afghanistan gehört es zu den ärmsten Staaten der Welt. Auch Jahre nach einem langjährigen Bürgerkrieg mangelt es in vielen Regionen an der nötigen Sicherheit, um mit dem Wiederaufbau voranzukommen. Im Süden und Osten des Landes unterstützen 20 000 US-Soldaten die Regierung im Kampf gegen die im Jahr 2001 gestürzten Taliban.

Mitten im westlichen Asien gelegen war Afghanistan ein Teil der alten Handelsroute von Ost nach West. Es ist umringt von Iran, Pakistan sowie drei zentralasiatischen Staaten und hat einen Landkorridor zur chinesischen Westgrenze. Ausländische Mächte haben sich über Jahrhunderte hinweg in dem strategisch bedeutenden Land eingemischt oder es besetzt. Einige interessante Fakten zum Land:

Die Bevölkerung wird auf 25 bis 28 Millionen Menschen geschätzt. Es gab seit Jahrzehnten keine Volkszählung. Die Lebenserwartung der Afghanen liegt nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) bei durchschnittlich 43 Jahren, das Bevölkerungswachstum beträgt 2,6 Prozent. Rund ein Viertel der Kinder stirbt vor dem fünften Geburtstag.

Afghanistan erstreckt sich über 650 000 Quadratkilometer, das entspricht etwa der Fläche von Deutschland und Polen zusammen.

40 bis 45 Prozent der Bevölkerung gehören den Paschtunen an, 27 Prozent sind Tadschiken, neun Prozent zählen zum Volk der Hasara, weitere neun Prozent sind Usbeken. Der Rest gehört zu Minderheiten wie Turkmenen oder Baluchen. Fast alle Afghanen sind Moslems, die meisten von ihnen Sunniten.

Die Hälfte aller Männer und 80 Prozent aller Frauen können weder lesen noch schreiben. Von 1 000 Afghanen besitzen Zahlen der Weltbank von 2003 zufolge zwölf ein Telefon, einer hat einen Zugang zum Internet.

Afghanistan ist der größte Opium-Produzent der Welt. 87 Prozent des weltweit verkauften Opiums stammen Angaben der Vereinten Nationen (UN) zufolge von hier.

Geberländer haben Afghanistan 2002 rund 4,5 Milliarden Dollar zugesagt und 2004 weitere 8,4 Milliarden Dollar innerhalb von drei Jahren.

Ausländische Hilfen und der Opium-Handel lösten dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge einen Boom im Bau- und Dienstleistungsgewerbe aus. Der IWF-Prognose zufolge wird die afghanische Wirtschaft in diesem Jahr um acht Prozent wachsen.

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