Afrika
Erste Ergebnisse der Kongo-Wahl

Einen Tag nach den ersten freien Wahlen im Kongo seit 40 Jahren hängen in den ersten Wahllokalen die Ergebnisse aus. Nach Medien-Umfragen haben in einzelnen Orten zwischen 60 und 85 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

HB KINSHASA. „Die Wahlbeteiligung war sehr hoch“, sagte der Vorsitzende der Wahlkommission, Apollinaire Malu Malu, am Montag in Kinshasa, ohne Zahlen zu nennen. In der Provinz Kasai werde am Montag noch gewählt. Dort hatten Oppositionelle sieben Wahllokale niedergebrannt und zwei Lastwagen mit Wahlmaterialien geplündert. Mehr als 200 Wahllokale mussten auf dem Luftweg mit Ersatz-Stimmzetteln ausgestattet werden.

Insgesamt ist die Wahl nach Einschätzung von UN-Diplomaten und internationalen Beobachtern überraschend friedlich verlaufen. Der SPD-Europaabgeordnete Ulrich Stockmann bezeichnete die Wahlen als „frei und fair“. „Keine Wahl ist perfekt“, sagt eine Beobachterin des südafrikanischen Instituts EISA. „Dafür, dass es 50 000 Wahllokale gab, war die Wahl ausgesprochen gut organisiert“, fügte sie hinzu.

Das vorläufige Endergebnis soll am 20. August verkündet werden. Die Regionalwahl und die voraussichtlich notwendige Stichwahl für die Präsidentschaft sind nach Angaben der Wahlkommission für den 29. Oktober geplant.

Mehr als 25 Millionen Kongolesen waren aufgerufen, ihren Präsidenten und das Parlament neu zu bestimmen. Präsident Joseph Kabila und Vizepräsident Jean-Pierre Bemba gelten als Favoriten. Es waren die aufwendigsten Wahlen, die die Vereinten Nationen bislang unterstützt haben. Sie haben bislang etwa 360 Millionen Euro gekostet.

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