Afrika
USA fürchten islamischen Gottesstaat Somalia

Nach mehrmonatigen Kämpfen haben islamistische Milizen die somalische Hauptstadt Mogadischu unter ihre Kontrolle gebracht und damit gedroht, das Land in einen muslimischen Gottesstaat zu verwandeln. Das Weiße Haus in Washington fürchtet, dass das Land damit ein Al-Kaida-Rückzugsgebiet werden könnte.

HB MOGADISCHU/LAREDO. US-Präsident George W. Bush zeigte sich am Dienstagabend (Ortszeit) besorgt über die Lage am Horn von Afrika. Im US-Bundesstaat Texas sagte Bush, das afrikanische Land dürfe nicht zu einem Rückzugsgebiet für Anhänger der Extremistengruppe Al Kaida werden. „Wenn es Instabilität in der Welt gibt, dann sind wir natürlich besorgt. Und da ist Instabilität in Somalia.“ Die USA würden sehr aufmerksam die jüngsten Ereignisse in der Hauptstadt Mogadischu verfolgen, damit Somalia nicht ein Land werde, von dem aus Terroristen Anschlägen planen könnten.

Tausende Bewohner von Mogadischu protestierten unterdessen gegen die Machtübernahme durch die Islamisten. Die geschlagenen Warlords kündigten an, ihre Kämpfe gegen die islamistischen Milizen fortzusetzen. In Somalia existiert seit dem Sturz des Diktators Siad Barre im Jahr 1991 keine Zentralgewalt mehr. Stattdessen kontrollieren Clanchefs und Warlords genannte lokal-regionale Kriegsherren einzelne Gebiete. Seit 2002 gibt es zwar wieder eine so genannte Übergangsregierung, deren Autorität aber nicht ausreicht, um die Staatsgewalt durchzusetzen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%