Afrikanische Union:: Kein ausländischer Militäreinsatz in Libyen

Afrikanische Union:
Kein ausländischer Militäreinsatz in Libyen

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Addis AbbebaDie Afrikanische Union (AU) hat sich gegen jede Form eines ausländischen militärischen Eingreifens in Libyen ausgesprochen.

Darauf habe sich der Friedens- und Sicherheitsrat der AU verständigt, sagte der zuständige AU-Kommissar Ramtame Lamamra am Freitag. Er fügte hinzu, die AU werde in Kürze eine Abordnung nach Libyen schicken, die zu einem Ende der Kampfhandlungen in dem nordafrikanischen Land beitragen solle. Der AU gehören nahezu alle unabhängigen Afrikanischen Staaten an.

Zuvor hatten die arabischen Golfstaaten die Arabische Liga zu einem Einschreiten gegen die Gewalt in Libyen aufgerufen. Dazu gehöre die Durchsetzung einer Flugverbotszone über dem nordafrikanischen Land zum Schutz von Zivilisten, hatte der Golf-Kooperationsrat in Riad laut Medienrichten erklärt. Die Außenminister der sechs Mitgliedsstaaten - Bahrain, Oman, Kuwait, Qatar, Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate - sprachen der Herrschaft des libyschen Machthabers Muammar Gaddafi die Rechtmäßigkeit ab.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hatte bekräftigt, für die Einrichtung einer Flugverbotszone seien ein Mandat der Vereinten Nationen und eine Unterstützung sowie Beteiligung der Arabischen Liga erforderlich. Letzteres sei bislang nicht erkennbar.

Zuvor war Frankreich innerhalb der Europäischen Union ist vorgeprescht und hatte als erstes EU-Land den von Aufständischen gebildeten Nationalrat als einzigen legitimen Repräsentanten des libyschen Volkes anerkannt.

Die Staats- und Regierungschefs der EU beraten heute auf einem Sondergipfel in Brüssel über die Reaktion der Staatengemeinschaft auf den Machtkampf in Libyen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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