Agenda: Davos blickt über Europas Grenzen hinaus

Agenda
Davos blickt über Europas Grenzen hinaus

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos beschäftigen sich die Teilnehmer heute mit den global bedeutsamen Trends. Dabei geht es um politische Herausforderungen und sozioökonomische Fragen.
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DavosDer Blick über Europas Grenzen hinaus dominiert den Beginn dieses Tages in Davos. Kaum ein Ereignis hat in den vergangenen zwölf Monaten für so umfassende politische Veränderungen gesorgt wie der Arabische Frühling. Von der Revolution zur Evolution – so lautet der Titel einer hochkarätig besetzten Diskussionsrunde über die Regierungsführung in Nordafrika.

Amre Moussa, ehemaliger Generalsekretär der Arabischen Liga, diskutiert unter anderem mit dem tunesischen Premierminister Hamadi Jebali und dem ägyptischen Präsidentschaftskandidaten Abdel Moneim Aboul Fotouh über die neuen Regierungsansätze und politischen Ziele in den Ländern Nordafrikas. Dabei geht es nicht nur um die politischen Herausforderungen, sondern auch um sozioökonomische Fragen. Wie lässt sich der soziale Zusammenhalt sichern? Was muss getan werden, um für ausländische Investoren attraktiv zu werden? Welche institutionellen und strukturellen Reformen müssen angepackt werden?

Ungeachtet der positiven Entwicklungen in Nordafrika bleibt die Lage im Nahen Osten angespannt. Vor allem die Frage, wie die Weltgemeinschaft auf mögliche Atomwaffen in Iran reagiert, beschäftigt die Teilnehmer in Davos. An der entsprechenden Diskussionsrunde beteiligen sich unter anderem der Generaldirektor der Atomenergiebehörde IAEA, Yukiya Amano, und der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak.

Wie in den vergangenen Jahren befasst sich das Weltwirtschaftsforum erneut mit der wirtschaftlichen Entwicklung in China. Was bedeutet es für die Volksrepublik, aber auch für den Rest der Welt, wenn sich das Bruttoinlandsprodukt leicht abkühlt und nur noch um etwas mehr als neun Prozent in diesem Jahr wachsen wird? Diese Frage stellen sich Deng Yongheng, Professor an der Universität Singapur, Hu Shuli, Chefredakteur der chinesischen Mediengruppe Caixin Media, Stephen S. Roach vom renommierten Jackson Institute und der chinesische Wirtschaftswissenschaftler Zhang Weiying.

Auch der dritte Tag setzt sich mit der Euro-Krise auseinander. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wird zusammen mit seinem französischen Kollegen François Baroin, dem spanischen Wirtschaftsminister Luis de Guindos Jurado und dem EU-Währungskommissar Olli Rehn über die Zukunft der Euro-Zone debattieren. Wenige Tage vor dem nächsten EU-Gipfel Ende Januar dürfte die Botschaft klar sein: Europa wird die Krise meistern!

Sven Afhüppe
Sven Afhüppe
Handelsblatt / Chefredakteur

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  • Weltweit rauben, plündern, verarmen und die weltweite Bevölkerung von Krediten abhängig machen, das ist wie immer das Hauptziel dieser Verbrecher, die haben uns die bisher größte Krise der Menschheitsgeschichte mit bereits hunderten Millionen Arbeitslosen eingebrockt und sie schalten und walten immer noch, wie sie wollen. Man muss dem Ganzen nur den passenden Heiligenschein verpassen und es über die Medien zur Ausstrahlung bringen, dann kommt es bei der blöden Masse schon richtig an, sofern die sich überhaupt mal kurz von Hartz IV-TV oder dem Dschungelcamp lösen kann. Keiner von denen muss sein Geld täglich verdienen bei Stundensätzen von 5-7 Euro brutto, keiner von denen muss sich beim Arbeitsamt melden und sich dort seiner Menschenwüde berauben lassen. Schafft endlich erst mal Ordnung in den einzelnen Staaten, zerschlagt die Großbanken, entzieht denen die Lizenz zum leistungslosen Gelddrucken und damit die Möglichkeit des Zerstörens der Wirschaft und wenn ihr das geschafft habt, könnt Ihr Euch um globale Dinge kümmern. Wer bezahlt eigentlich diese ganze Veranstaltung, schon da geht es los.
    Gute Nacht Deutschland, das Land der Richter und Schenker!

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