Agenda: Eine Frage der Führung

Agenda
Eine Frage der Führung

David Cameron eröffnet den zweiten Tag des Weltwirtschaftsforums. Danach diskutiert die Polit-Prominenz in Davos die Frage, wie man auch in Krisenzeiten verantwortlich führen kann.
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DavosErster Höhepunkt des Tages wird am Morgen die Rede von Großbritanniens Premier David Cameron im Kongresszentrum sein. Mit Spannung wird erwartet, wie er auf die von Kanzlerin Angela Merkel am Vortag gehaltene Eröffnungsrede über die Herausforderungen der Euro-Krise reagiert. Erst am Wochenende hatten beide zur Vorbereitung des EU-Gipfels am 30. Januar in Brüssel telefoniert und sich abgestimmt. Beide teilen die Überzeugung, dass das Wachstum in Europa gestärkt und besonders die Jugendarbeitslosigkeit bekämpft werden muss.

Um die Zukunft Europas geht es auch noch einmal am Nachmittag in einem Workshop, an dem unter anderem EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia und Jürgen Kluge, Ex-Deutschlandchef der Unternehmensberatung McKinsey und heute Chef des Haniel-Konzerns, teilnehmen.

Die Frage, wie verantwortliches Führen in Krisenzeiten gelingen kann, diskutiert direkt im Anschluss an die "Special Address" von David Cameron gegen Mittag ein hochkarätig besetztes Podium. Das Wort ergreifen werden unter anderem Israels Verteidigungsminister Ehud Barak, der frühere britische Premier Gordon Brown sowie Jean-Claude Trichet, von 2003 bis 2011 Chef der Europäischen Zentralbank. Moderiert wird die Runde von Lee C. Bollinger, dem Präsidenten der Columbia Universität.

Der zweite Tag in Davos widmet sich nicht nur den Herausforderungen, vor denen Europa steht, der Blick geht auch in die Welt. Es gibt Veranstaltungen zu den Ländern und Regionen Russland, China, Afrika sowie Naher und Mittlerer Osten. So spricht etwa im Kongresszentrum der Emir von Katar, Sheikh Hamad Bin Khalifa Al Thani, über neue Entwürfe für die arabische Welt. Und die Staatschefs von Guinea, Nigeria, Süd-Sudan, Kenia und Südafrika berichten über die Pläne für ihre Länder.

Der Tag endet mit der Möglichkeit, mehrere Nobelpreisträger in einer "Interactive Dinner Session" zu erleben. Dazu gehören Muhammad Yunus - der Bangladeschi erhielt im Jahr 2006 für sein Engagement bei Mikrokrediten den Friedensnobelpreis - und Joseph Stiglitz. Der Amerikaner wurde 2001 für seine Arbeiten über das Verhältnis von Information und Märkten zusammen mit George A. Akerlof und Michael Spence ausgezeichnet. Wer den Tag lieber etwas feuilletonistischer schließen möchte, kann einen der weltbekanntesten Schriftsteller und Bestseller-Autoren kennenlernen. Im Derby Hotel spricht Paulo Coelho über das Verhältnis von Leser und Autor.Danac

Tanja Kewes
Tanja Kewes
Handelsblatt / Chefreporterin

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