Aggressives Vorgehen gegen Finanzkrise angekündigt
Bush wirbt um Vertrauen für Rettungsmaßnahmen

Angesichts der erdrutschartigen Einbrüche an den Weltbörsen will US-Präsident George W. Bush "aggressiv" gegen die Finanzkrise vorgehen.

HB WASHINGTON. "Die US-Regierung handelt, und wir werden weiter handeln, um die Krise zu lösen und die Stabilität am Markt wieder herzustellen", sagte Bush in Washington. Er machte deutlich, dass die gegenwärtige Furcht sich selbst verstärke und die Märkte nach unten ziehe. Das Finanzministerium arbeite daher mit Hochdruck daran, dass das Rettungspaket über 700 Mrd. Dollar schnell wirke. Bush zeigte sich zuversichtlich: "Wir können und werden diese Krise lösen."

Die Vertrauenskrise in das Finanzsystem hat am Freitag erneut die Aktienkurse rund um den Globus in die Tiefe gerissen. Trotz Zinssenkungen der wichtigen Notenbanken ist der Interbankenhandel am Geldmarkt weiterhin massiv gestört. Investoren haben Angst vor einem weltweiten Wirtschaftsabschwung. "Diese Unsicherheit hat zu Beunruhigung der Anleger geführt. Und diese Beunruhigung nährt weiter Beunruhigung. Da wird es schwer, all das zu sehen, was derzeit zur Lösung des Problems getan wird", sagte Bush.

Bush betonte, dass seine Regierung mit anderen Ländern zusammenarbeite, um sicherzustellen, dass Aktionen koordiniert und effektiv seien. Er will am Wochenende mit den Finanzministern der sieben führenden Industriestaaten zusammenkommen, die derzeit in Washington zu ihrem turnusgemäßen Treffen weilen.

Unterdessen wies die US-Regierung die Möglichkeit zurück, wegen der Finanzmarktkrise könne eine Aussetzung des Aktienmarkts erwogen werden. Es gebe "absolut keine Pläne oder Diskussionen" zu einem solchen Schritt in den USA, sagte Präsidialamtssprecher Tony Fratto am Freitag in Washington. Zuvor hatte Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi von entsprechenden Überlegungen innerhalb der Europäischen Union gesprochen. Er schwächte dies später ab.

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