Agrarbetriebe
EU will Agrarsubventionen drastisch kürzen

Die Hilfen für große Agrarbetriebe sollen künftig bei 300.000 Euro jährlich gedeckelt werden. Wie ein Medium berichtet, fielen alle weiteren Hilfen weg. Ausgenommen seien nur umweltfreundliche Betriebe.
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FrankfurtDie EU-Kommission will die Subventionen für große Agrarbetriebe drastisch kürzen. So sollten die Hilfen künftig je Betrieb bei 300.000 Euro jährlich gedeckelt werden, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Dienstagausgabe) vorab. Das gehe aus einem internen Papier hervor, das Agrarkommissar Dacian Ciolos im Oktober offiziell vorstellen wolle. Alle darüber hinausgehenden Hilfen würden wegfallen.

Bereits 2002 hatte der damalige Agrarkommissar Franz Fischler eine gleichlautende Deckelung vorgeschlagen und war damit am deutschen Widerstand gescheitert. Der geplante Aufschlag für umweltfreundliche Betriebe solle jedoch nicht gekürzt werden. Die Kommission schätze das Sparvolumen auf 2,5 Milliarden Euro.

 

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Agrarbetriebe: EU will Agrarsubventionen drastisch kürzen"

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  • Zahlen, Fakten, Daten - diese analysieren und dann erst drauflosschreiben - ansonsten bleiben es Stammtisch-Parolen...

    Sicherlich sind 90% der Ossis sehr froh über die Wiedervereinigung! Auch ist hier zu Beginn viel Geld im Osten investiert worden.
    Nur: Es war wie bei jeder großen Firmenübernahme mit viel Ungewissheit (Fehleinschätzungen, fehlende Daten) und einer normalen Reihe von Fehlern (u.a. 1:1 Tausch, Unternehmensabwicklungen, Förderungen, ...) gespickt, die bei anderen (z.B. Griechenland vermieden werden können - nur müssen diese dafür bekannt werden. 1:1 bedeutet auch, dass zwangszugeordnete Kredite von DDR-M in D-Mark umgetauscht wurden - über die absolute Summe (Kredite über Guthaben) konnte ich auf die Schnelle keine Zahlen finden, dies wäre in diesem Fall jedoch sogar eine Vermögenswertvermehrung der DM.

    Und dass der Soli-Zuschlag auch im Osten gezahlt wird und inzwischen hauptsächlich über die Bundeskasse in den Westen fließt sollte nicht nur Insidern hinlänglich bekannt sein.

    Die DDR war bankrott, hätte ohne die unbeliebten West-Kredite 1980 jedoch viel eher ihren Geist aufgegeben.
    Inzwischen finanziert sie sich selbst und liefert somit einen Wohlstandszuwachs für den ehemaligen Westen.

    Wer sich die EU in den Grenzen von 1980 vorstellt, der sollte einmal das Szenario komplett durchspielen und würde sicherlich zu dem Ergebnis kommen, dass man (auch bedingt durch die Globalisierung) im ehemalige Westen deutlich unter dem heutigen Wohlstand leben würde. Gute makroökonomische Bücher und Szenarioanalysen kann ich gerne empfehlen.

    Über Brüssel mag man zudem denken, was man möchte, jedoch wären ohne Brüssel noch jahrzehntelang Steinkohlesubventionen gezahlt worden, Milchseen erzeugt und Monopole (z.B. Telekom, Strom, Bahn, ...) erhalten worden.

    Und damit wären wir wieder beim eigentlichen Thema: Subventionen sollten alle gestrichen werden und durch gezieltere, nichtmonetäre Förderung ersetzt werden.

  • so ein Quatsch.
    1:1 DM gegen Aluchip Umtausch und seitdem Solidaritätszuschlag ... die DDR war vollbankrott und wir hätten dieses mitteleuropäische Griechenland den Polen oder sonstwem schenken sollen, anstatt bis heute dieses Fass ohne Boden vollzufinanzieren.
    Die EU in deren Grenzen von 1980 und die BRD in deren Grenzen von 1988 ... und wir hätten das Paradies.

  • Soviel zur Gerechtigkeit:
    - DDR-Betrieben wurde sofort das Geld entzogen und diese an Westunternehmen verschenkt bzw. keine Subventionen gewährt
    - den größeren (ökonomischeren und oft auch ökologischeren) Landwirtschaftsbetrieben im Osten wird durch süddeutschen Politikern versucht, das Wasser abzugraben und die Subventionen nur nach Süddeutschland umzulenken
    - Bergbau - im Osten müssen die Einwohner+Betriebe höhere Stromkosten zahlen, weil die Kosten nur auf Ostdeutschland umgelegt wurden, für den Bergbau im Westen zahlt hingegen der Osten mit (wozu sinnlosen Steinkohlebergbau jahrelang fördern?)
    Bestehende Erdgasfelder (z.B. das größte europäische Erdgasfeld bei Salzwedel) wurden schnell, unter Wert verkauft und die Arbeitnehmer entlassen.
    - Sozialsystem - durch die wenigen Vorteile des Ostens hat der Westen auch einiges an Errungenschaften bekommen - Frauen arbeiten jetzt auch, Kindergärten/krippen sind für jeden verfügbar und finanzierbar, somit erhalten auch Frauen eigene Rentenansprüche

    Deshalb:
    Sofort alle Subventionen streichen!
    Politik ist nur für Strukturen und Anforderungen da!
    Sofort alle Staatsunternehmen und -beteiligungen verkaufen!

    Stattdessen
    Gezielte Förderung passender Unternehmen
    z.B. durch Steuer-/Behördenfreiheit für 5 Jahre
    Erstellung von Wunschstrukturen, ...

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