Agrarminister-Tagung abgebrochen
Bei Tiertransporten bleibt die EU zerstritten

Keine Einigung konnten die EU-Agrarminister in Luxemburg über verschärfte Vorschriften für Tiertransporte erlangen. Nachdem kein Kompromiss erzielt wurde, brach der irische Ratsvorsitzende Joe Walsh die Tagung ab.

HB LUXEMBURG/BONN. Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast (Grüne) sagte nach dem Treffen, der vorgelegte Kompromiss sei unter dem Aspekt des Tierschutzes „völlig inakzeptabel“ gewesen. Der Vorschlag habe faktisch unbegrenzte Transportzeiten vorgesehen. Künast hingegen forderte eine Begrenzung der Transportzeit für Schlachttiere.

Den meisten Staaten am südlichen Rand der Europäischen Union gingen Vorschläge für eine strikte Begrenzung der Fahrtzeiten zu weit. Aus ihrer Sicht werden die Fahrten mit langen Erholungspausen für die Tiere zu teuer.

Tierschützer lobten die Haltung Deutschlands. „Natürlich sind wir enttäuscht, dass Verbesserungen für den Transport lebender Tiere noch vor der EU-Osterweiterung nicht durchsetzbar waren“, sagte der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel, in Bonn. Die vorgelegten Kompromisspakete seien schlicht inakzeptabel gewesen und hätten nicht zu Verbesserungen geführt.

Die FDP im Bundestag hat die Haltung der südeuropäischen Länder in diesem Streit als inakzeptabel kritisiert. Aus Sicht des Tierschutzes sei eine Begrenzung der Transporte auf neun Stunden und eine anschließende Ruhezeit von zwölf Stunden ein guter Kompromiss, sagte der FDP-Agrarexperte Hans-Michael Goldmann.

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