Ahmadinedschad-Besuch

Gasabkommen zwischen Iran und Türkei gescheitert

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat am Freitag seine umstrittene Türkeireise beendet. Eine Einigung über das das geplante Gasabkommen wurde jedoch nicht erzielt.
Konnten sich noch nicht einigen: Mahmud Ahmadinedschad und der türkische Staatspräsident Abdullah Gül. Foto: dpa

Konnten sich noch nicht einigen: Mahmud Ahmadinedschad und der türkische Staatspräsident Abdullah Gül. Foto: dpa

HB ISTANBUL. Als Grund für die gescheiterten Verhandlungen führten türkische Medien Unstimmigkeiten über die Verteilung von Erlösen und die Bedingungen für Investitionen an. Ahmadinedschad wünscht sich dennoch eine schnelle Fortsetzung der Gespräche: „Für den Transport von iranischem Gas nach Europa ist die Türkei das wichtigste Land“, erklärte er vor seiner Abreise.

Es war der erste bilaterale Besuch Ahmadinedschads in einem Nato-Land. Während seines umstrittenen Aufenthalts bewirkte er vor allem einen Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen: So soll sich der Handel zwischen beiden Ländern in den kommenden vier Jahren auf 20 Milliarden US-Dollar (etwa 13 Milliarden Euro) verdoppeln. Zudem verständigte man sich auf engere Kooperation beim Schutz der Grenzen und im Kampf gegen Terrorismus und Drogen. 2009 soll in beiden Staaten zum iranisch-türkischen Kulturjahr werden.

Teheran und Ankara hatten 2007 eine Absichtserklärung unterzeichnet, die auch den Transport von Gas aus dem Iran über die Türkei nach Europa vorsieht. Die USA sind wegen des Atomstreits mit dem Iran gegen das Geschäft und drohen mit Strafmaßnahmen.

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