Ahmadinedschad kritisiert Sanktionen gegen Nordkorea
Iran hält an Atomprogramm fest

Der Iran lehnt die von den Vereinten Nationen verhängten Sanktionen gegen Nordkorea ab. „Einige westliche Staaten haben den UN-Sicherheitsrat zu einer Waffe gemacht, um ihre Hegemonie aufzuzwingen“, sagte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad dem staatlichen Fernsehen.

HB TEHERAN. Das Gremium werde für „Drohungen und Einschüchterung“ missbraucht. Zugleich bekräftigte Ahmadinedschad, sein Land werde sich dem internationalen Druck nicht beugen und halte an seinem Atomprogramm fest.

„Der Iran lässt sich nicht einschüchtern“, zitierte das Fernsehen den Präsidenten am Montag. Die USA hatten Teheran zuvor aufgefordert, Lehren aus der Nordkorea-Resolution des Sicherheitsrates zu ziehen. „Ich hoffe, sie (die Iraner) lernen daraus, dass sie mit derselben Isolation und den Beschränkungen rechnen müssen wie Nordkorea, wenn sie weiter nach Atomwaffen streben“, sagte der amerikanische UN-Botschafter John Bolton am Sonntag im Nachrichtensender CNN.

Die fünf UN-Vetomächte und Deutschland wollen in dieser Woche über mögliche UN-Sanktionen gegen den Iran beraten. Die Außenminister der sechs Staaten haben sich laut Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier bereits im Sommer auf einen Katalog möglicher Sanktionen „vorverständigt“. Es würden nicht sofort alle Möglichkeiten ausgereizt, der Druck auf den Iran solle langsam erhöht werden.

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