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Spitzendiplomaten beraten über Atomstreit mit Iran

Spitzendiplomaten der fünf ständigen Mitglieder des Uno-Sicherheitsrats und Deutschlands kommen am Donnerstag in Berlin zu Beratungen über den Atomstreit mit dem Iran zusammen. Zudem bahnt sich jetzt doch eine neue Gesprächsrunde zwischen der Europäischen Union und der Regierung in Teheran an.

HB BERLIN. Das Treffen der Uno-Diplomaten findet trotz der Verschiebung der ursprünglich für Mittwoch geplanten Verhandlungen zwischen der EU und Teheran statt. Der Iran hatte Ende August ein Kompromissangebot der internationalen Staatengemeinschaft zur Lösung des Atomstreits abgelehnt. Die EU setzt trotzdem weiter auf die Diplomatie.

Der iranische Atom-Unterhändler Ali Laridschani wird nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens nun am Donnerstag in Spanien mit dem EU-Außenbeauftragten Javier Solana zusammenkommen. Solanas Büro in Brüssel bestätigte das Treffen zunächst allerdings nicht.

Bundeskanzlerin Angela Merkel mahnte in dem Atomkonflikt einen engen Schulterschluss der Staatengemeinschaft an. Der Iran verstoße mit seinem nuklearen Forschungsprogramm gegen die Regeln der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), sagte Merkel im Bundestag. Darauf mit Geschlossenheit zu reagieren, sei die wichtigste Grundlage für eine diplomatische Lösung.

Der Iran hatte am 31. August eine Frist der Vereinten Nationen (UN) verstreichen lassen, die umstrittene Anreicherung von Uran auszusetzen. Für den Fall der Missachtung hatte der Uno-Sicherheitsrat dem Land Sanktionen angedroht, über die sich seine fünf ständigen Mitglieder aber nicht einig sind. Vor allem die USA dringen auf schnelle Strafmaßnahmen, während Russland und China sie bislang ablehnten. Sie setzen - wie auch die beiden anderen Veto-Mächte Großbritannien und Frankreich sowie die Europäische Union (EU) - auf weitere Verhandlungen. Der Iran hat Vorwürfe der internationalen Gemeinschaft zurückgewiesen, insgeheim Atomwaffen zu bauen.

Am Donnerstag wollen die politischen Direktoren der fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats und Deutschlands in Berlin über das weitere Vorgehen beraten. Solana und Laridschani hatten sich ursprünglich am Mittwoch in Wien treffen wollen. Der Termin wurde aber ohne näher genannte Gründe abgesagt. Laridschani war nach Angaben aus Regierungskreisen am Mittwoch nach Spanien aufgebrochen. Weitere Angaben wurden zunächst nicht gemacht.

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