Aktuelle Studie
Amerikaner im Irak nicht erwünscht

Vier Jahre nach Beginn des Irakkriegs ist eine große Mehrheit der Bevölkerung einer neuen Umfrage zufolge gegen die US-Präsenz in ihrem Land. 82 Prozent der Befragten haben kein Vertrauen in die ausländischen Truppen, und 78 Prozent lehnen die Anwesenheit der Amerikaner und ihrer Verbündeten ganz ab. Die darin geäußerten Erwartungen an die Zukunft sind miserabel.

HB HAMBURG. An der am Montag veröffentlichten Studie im Auftrag der Sender ARD, BBC, ABC und der Zeitung „USA Today“ ist auch der zunehmende Pessimismus in der irakischen Bevölkerung auffällig. Nur noch 42 Prozent der Befragten glauben demnach, dass es ihre Kinder einmal besser haben werden. Kurzfristig rechnet sogar nur etwas mehr als ein Drittel der Iraker damit, dass sich ihre Situation verbessert. Bei Umfragen in den Jahren 2004 und 2005 hatten noch rund 80 Prozent der Befragten mit Optimismus in die Zukunft geblickt. „Hier hat sich in den letzten Monaten eine dramatische Veränderung ergeben“, erläutert Arnd Henze, der die Umfrage für den WDR betreute.

Als dringlichstes Problem erleben die Iraker die fehlende Sicherheit im Lande. 74 Prozent der Befragten fühlen sich in ihrem eigenen Viertel nicht sicher - mehr als doppelt so viele wie bei der letzten Umfrage im November 2005. 30 Prozent der Befragten würden am liebsten den Irak verlassen.

Unterdessen hält die Gewalt im land an. Bei einer Anschlagserie am heutigen Montag im Nordirak sind nach offiziellen Angaben 18 Menschen ums Leben gekommen und 37 weitere verletzt worden. Nach Polizei- und Krankenhausangaben explodierten in verschiedenen Teilen der Stadt Kirkuk fünf Sprengsätze, drei in Fahrzeugen und zwei auf offener Straße.

Bei einem weiteren Anschlag in der Hauptstadt Bagdad starben der Polizei zufolge drei Personen. Zehn Menschen seien durch die Explosion einer Bombe nahe einer Moschee verletzt worden, hieß es am Montag.

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