Al-Aksa-Brigaden übernehmen Verantwortung: Zahlreiche Opfer bei Anschlag in Jerusalem

Al-Aksa-Brigaden übernehmen Verantwortung
Zahlreiche Opfer bei Anschlag in Jerusalem

Die Al-Aksa-Brigaden, eine radikale Splittergruppe der Fatah-Organisation von Jassir Arafat, hat sich zu dem Selbstmordanschlag auf einen Bus in Jerusalem bekannt, bei dem neun Menschen getötet und 50 weitere Personen zum Teil schwer verletzt wurden. Dies teilten Behörden mit. Der Anschlag am Sonntagmorgen ereignete sich ein Tag vor einer internationalen Gerichtsanhörung zu der umstrittenen Sperranlage im Westjordanland.

HB JERUSALEM. Zu der Tat bekannten sich die Al-Aksa-Brigaden, eine radikale Splittergruppe der Fatah- Organisation von Jassir Arafat.

Die palästinensische Autonomiebehörde und Ministerpräsident Ahmed Kureia verurteilten den Anschlag insbesondere am Tag vor der Anhörung vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag über die Rechtmäßigkeit der israelischen Sperranlage. Der israelische Justizminister Josef Lapid wertete den tödlichen Anschlag als einen weiteren Beleg für die Notwendigkeit des Sperrwalls. Wäre die Barriere schon fertig gewesen, hätte der Anschlag nicht verübt werden können, sagte er.

Militante Palästinenserorganisationen begrüßten die blutige Tat in ersten Reaktionen. Es handele sich um eine Reaktion auf Verbrechen Israels, teilten die Al-Aksa-Brigaden und der Islamische Dschihad mit. Die radikalen Palästinensergruppen hatten Racheanschläge angekündigt, nachdem am 11. Februar bei Feuergefechten mit israelischen Soldaten im Gazastreifen 15 Palästinenser getötet worden waren.

Bei dem Attentäter handelte es sich nach palästinensischen Angaben um ein etwa 20-jähriges Al-Aksa-Mitglied aus einem Dorf bei Bethlehem. Die israelische Armee legte nach dem Anschlag einen Belagerungsring um Bethlehem und Umgebung. Soldaten nahmen mehrere Verwandte des Täters für Vernehmung fest.

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