Al-Aksa übernimmt Verantwortung
Tote und Verletzte nach Anschlag in Tel Aviv

In Tel Aviv hat es den ersten Anschlag seit Monaten gegeben. Eine Frau wurde getötet, mindestens 20 Menschen wurden verletzt. Zu der Tat bekannten sich die Al-Aksa-Märtyrerbrigaden.

HB BERLIN. Nach Monaten der Ruhe haben palästinensische Terroristen am Sonntagmorgen in Tel Aviv erstmals wieder einen Anschlag verübt. Eine Frau wurde getötet als ein Sprengsatz in der Nähe eines Busses explodierte. Mehr als 20 weitere Menschen seien verletzt worden, sagte der Polizeichef von Tel Aviv, Jossi Sedbon, im Armeerundfunk. Es habe sich jedoch nicht um einen Selbstmordanschlag gehandelt, sondern der Sprengsatz sei am Straßenrand platziert gewesen.

Zu dem Anschlag bekannten sich die Al-Aksa-Märtyrerbrigaden aus Nablus im Westjordanland. «Dies zeigt, dass wir jeden Ort erreichen können, auch wenn es einen Zaun gibt», erklärte ein Al-Aksa-Sprecher. Er bezog sich dabei auf den zwischen Israel und den Palästinensergebieten errichteten Sperrzaun, den Israel mit der Begründung errichtet hat, dass man sich auf diese Weise gegen palästinensische Terroristen schützen wolle. Der Anschlag sei die Vergeltung für die Tötung des örtlichen Kommandeurs der Gruppe in Nablus durch israelische Soldaten, sagte der Sprecher.

Am Freitag hatte der Internationale Gerichtshof in Den Haag den Sperrwall für völkerrechtswidrig verurteilt.

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