Al-Kaida
Heiße Spur auf der Suche nach Bin-Laden-Helfern in Pakistan

Laut „New York Times“ gibt es eine Spur in Sachen Al-Kaida, die nach Pakistan führt: Bin Laden soll indirekt vom pakistanischen Geheimdienst unterstützt worden sein.
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WashingtonNach der Tötung des offenbar jahrlang in Pakistan untergetauchten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden haben die USA einem Zeitungsbericht zufolge Hinweise auf seine Helfer. Aufschluss habe das Mobiltelefon eines Bin-Laden-Kuriers gebracht, der bei dem US-Einsatz Anfang Mai in Pakistan ebenfalls getötet worden sei, berichtete die „New York Times“ am Donnerstag. Die Telefondaten deuteten darauf hin, dass Bin Laden von einer Extremistengruppe mit Verbindungen zum pakistanischen Geheimdienst unterstützt worden sei. Das Mobiltelefon sei ein wichtiges Indiz dafür, wie Bin Laden jahrelang in Pakistan von Militär und Geheimdienst habe unbehelligt bleiben können.

Hochrangige US-Regierungsbeamte sagten der Zeitung zufolge, auf dem Telefon seien Kontakte zu der Extremistengruppe Harakat al Mudschahedin entdeckt worden. Anführer dieser Gruppe hätten Vertreter des pakistanischen Geheimdienstes angerufen. Die US-Beamten sagten der „New York Times“ zufolge, in diesen Gesprächen sei es aber nicht unbedingt um Bin Laden und dessen Deckung gegangen. Auch handele es sich um keinen schlagenden Beweis für eine Unterstützung Bin Ladens durch den pakistanischen Geheimdienst. Sollte sich dieser Verdacht allerdings erhärten, wäre dies ein weiterer schwerer Rückschlag in den Beziehungen zwischen den USA und Pakistan.

Die USA ließen Pakistan vor der Razzia in Bin Ladens Unterschlupf im Dunkeln. Bin Laden hatte sich in Abbottabad nahe der Hauptstadt Islamabad versteckt gehalten. In dieser Gegend ist die Extremistengruppe tief verwurzelt, wie die „New York Times“ unter Berufung auf Experten weiter berichtete. Harakat-Anfüher verfügen demnach über enge Verbindungen sowohl zu den pakistanischen Geheimdiensten als auch zu Al Kaida.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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