Al Kaida
Nach bin Ladens Tod steigt die Furcht vor Racheakten

Nach der Tötung von Osama bin Laden ist die Welt laut US-Präsident Obama zwar sicherer geworden - aber kurzfristig steigt weltweit die Furcht vor Vergeltungsaktionen. Auch in Deutschland steigt die Wachsamkeit.
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Abbotabad/Washington/IslamabadOsama bin Laden ist tot - doch die Angst vor dem Terror bleibt und wächst sogar noch. Bei einer gezielten Kommandoaktion erschossen US-Elitesoldaten den Al-Kaida-Chef in Pakistan - knapp zehn Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Noch während US-Präsident Barack Obama den Tod von Amerikas Staatsfeind Nummer Eins verkündete, feierten jubelnde Massen vor allem in Washington und New York. Gleichzeitig wächst die Angst vor Vergeltungsschlägen.

Die Vereinigten Staaten befürchten Vergeltungsaktionen. Ihre diplomatischen Vertretungen wurden in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Die US-Regierung appellierte dringend an ihre Bürger in besonders brisanten Regionen, Massenversammlungen zu meiden. Die Kontrollen an den New Yorker Flughäfen wurden erheblich verstärkt.

Der US-Geheimdienst CIA rechnet nach dem Tod von Terroristenchef Osama bin Laden mit Vergeltungsaktionen.

„Terroristen werden so gut wie sicher versuchen, ihn zu rächen“, sagte der scheidende CIA-Chef Leon Panetta in einer Botschaft an die Mitarbeiter des Geheimdienstes. „Wir müssen und werden wachsam und entschlossen sein“, erklärte Panetta, der designierter Chef des US-Verteidigungsministeriums ist. „Obwohl Bin Laden tot ist - Al Kaida ist es nicht“, mahnte der CIA-Direktor.

Der Schlag gegen Bin Laden sei der Höhepunkt einer „intensiven und unermüdlichen Anstrengung vieler engagierter Geheimdienst-Offiziere über viele Jahre hinweg“ gewesen, teilte er mit. „Unsere Männer und Frauen entwarfen eine hochkomplexe, innovative und nach vorne gerichtete Geheimoperation, die uns zu Bin Laden führte

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