Al-Kaida-Terror
Obama will an Ground Zero Wunden heilen

Nach dem Tod von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden wird US-Präsident Barack Obama Betroffene des Anschlags vom 11. September 2001 treffen. Obama will die tiefe Wunde heilen, die Bin Laden den USA zugefügt hat.
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Washington/New YorkUS-Präsident Barack Obama will am Donnerstag Ground Zero in New York besuchen - vier Tage nach der Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden durch ein amerikanisches Sonderkommando in Pakistan. Dort, wo am 11. September 2001 Terroristen zwei Flugzeuge in die Zwillingstürme des World Trade Center steuerten, will sich der Präsident mit Angehörigen der Opfer treffen, berichteten US-Medien am Montagabend (Ortszeit) unter Berufung auf einen Sprecher des Weißen Hauses.  

Bin Laden gilt als Hauptdrahtzieher der Anschläge, bei denen allein in New York etwa 2600 Menschen ums Leben gekommen waren. Bei der Bekanntgabe des Todes Bin Ladens in der Nacht zum Montag hatte Obama die Hoffnung geäußert, dass die Familien der Opfer nun zumindest etwas Frieden finden könnten.

Der UN-Sicherheitsrat begrüßte den Tod des Terroristenführers Osama bin Laden ausdrücklich. Die 15 Mitglieder des höchsten Gremiums der Vereinten Nationen, des Sicherheitsrats, verabschiedeten am Montagabend in Anwesenheit von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon eine präsidentielle Erklärung, in der die Mitglieder ihre Entschlossenheit bekräftigten, terroristische Organisationen und deren Akteure mit voller Strenge zur Rechenschaft zu ziehen. Eine solche Erklärung zum Tod eines Menschen des Sicherheitrates ist äußert selten

Der Sicherheitsrat forderte die Staatengemeinschaft auf, weiterhin wachsam zu sein und gemeinsam den Kampf gegen den Terrorismus voranzutreiben. Zudem wies das Gremium darauf hin, dass Terrorismus nicht alleine durch Militär und Strafverfolgung bekämpft werden könne, sondern durch die Entwicklung von Zivilgesellschaften und einem wachsenden Verständnis davon, wie und warum sich terroristisches Gedankengut entwickelt.

Ban hatte vor dem Treffen des Sicherheitsrats den Tod von Bin Laden als „Wendepunkt“ im gemeinsamen Kampf gegen den internationalen Terrorismus bezeichnet. Die Verbrechen von Al Kaida hätten Schmerz und Verlust von Tausenden von Menschenleben auf fast allen Kontinenten gebracht. „Ich selbst war an diesem traurigen Tag hier in New York“, sagte Ban mit Blick auf die Terroranschläge auf das World Trade Center 2001.

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  • na das wird dann wohl ein ausgewähltes Publikum sein,dem sich Obama am ground zero stellen möchte.Mittlerweile fordern die Angehörigen der Opfer auch Aufklärung darüber,was wirklich geschah.
    http://www.youtube.com/watch?v=2PUBA7YsEqM

  • Die einzig vernünftige Aussage zum Thema kam vom Vatikan:
    "Ein Mensch ist gestorben. Das ist kein Grund zur Freude oder Feiern."
    Mein Kommentar ist: Die Gewaltspirale wird sich weiter drehen, wenn Gewalt mit Gewalt und Hass mit Hass beantwortet wird. Nur ein Mindestmass an Gerechtigkeit in der Welt kann diese Spirale noch stoppen. Doch von diesem Mindestmaß sind wir weiter entfernd den je. Einen schönen Tag

  • ich will Niemandem ans Bein pinkeln aber das muss jetzt raus: Warum gibt es einige die immer noch nicht verstanden haben, dass es Leute gibt die nur eine Sprache verstehen! Außerdem, wenn sie schon von Demokratie reden, dann denken sie doch mal drüber nach was Demokratie bedeutet...genau Herrschaft des Volkes!! Nicht herrschaft einer von der Wirklichkeit und von Emotionen losgelösten Politiker-Kaste, denen es doch Sch*** egal ist was die Menschen bewegt und was diese wollen und die Menschen wollten Genugtuung, ja meinetwegen nenen Sie es Rache! Warum sperren wir wohl Menschen in Gefängnisse? Oh Nein, nicht nur aus general/spezail präventiven Gründen, sondern auch damit ein SCHULD gesühnt wird! Bevor man mit der "Rechtsstaatlichkeit" um sich schmeißt, sollte man zu aller erst überlegen "Wie würde ich mich fühlen, wenn ich durch den 9/11 betroffen gewesen wäre?" oder "Wie würde ich mich fühlen, wenn meine Frau/Kind/Bruder/Eltern/Freund bei dem Verbrechen XY geschädigt worden wäre?" Ich kann dieses pseudo-rationale Rechtsstaatsgelaber das nichts mit der harten Wirklichkeit in der wir leben zu tun hat nicht mehr hören!

    Aber klar, solange man in seinem Vorstadthäuschen sitzt und noch nie Ziel eines Verbrechens gewesen ist kann man das wohl nicht verstehen.

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