Albanien, Serbien und Bosnien-Herzegowina
Merkel bescheinigt Balkanstaaten Fortschritte

Wenige Tage vor ihrem Besuch auf dem westlichen Balkan spricht Kanzlerin Merkel von Fortschritten bei den EU-Beitrittskandidaten. Was Serbien angeht, würden viele Bürger allerdings lieber einen anderen Weg einschlagen.
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Berlin/BelgradAlbanien, Serbien und Bosnien-Herzegowina kommen nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf ihrem Weg in die EU voran. Die CDU-Vorsitzende erklärte am Samstag in ihrem Video-Podcast: „Bei allen Schwierigkeiten, die wir noch haben, gibt es Fortschritte.“ Vier Tage vor ihrer Reise auf den westlichen Balkan sagte Merkel, nur durch die EU-Perspektive ließen sich die Konflikte zwischen den Ländern lösen. Mit Kroatien und Slowenien sind bereits Länder des ehemaligen Jugoslawiens EU-Mitglieder. „Das läuft recht erfolgreich.“

Merkel sagte, mit Serbien seien schon einige Teile der EU-Beitrittsverhandlungen eröffnet, aber man stehe noch am Anfang. Eine Ausweitung der Verhandlungen machte die Regierungschefin auch von Fortschritten im Verhältnis zwischen Serbien und dem Kosovo abhängig: „Wir koppeln auch Maßnahmen im Blick auf Kosovo dran, dass beide Seiten sich wirklich bemühen voranzukommen.“

Medien und Politik in Serbien erwarten, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Besuch in der kommenden Woche grünes Licht zur Eröffnung des ersten Kapitels der Beitrittsverhandlungen gibt. Aber die Bürger Serbiens sind da anderer Meinung – sie befürworten mit großer Mehrheit Anlehnung an Russland. Über 61 Prozent stimmten bei einer am Sonntag von der Zeitung „Politika“ veröffentlichten repräsentativen Umfrage für einen „Bund mit Russland“. Demgegenüber sprachen sich nur rund 44 Prozent für den Beitritt ihres Landes zur EU aus.

Über Albanien sagte Merkel, es gebe noch viel zu tun, aber immerhin sei das Land jetzt Beitrittskandidat. „Insgesamt kann man sagen, dass wir vorangekommen sind, aber dass es nach wie vor sehr, sehr große Probleme gibt.“ Das gelte besonders für Bosnien-Herzegowina, das noch nicht einmal einen Beitrittsantrag gestellt habe, weil dort die politische Situation stagniere.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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