Alberto Nisman
Der mysteriöse Tod eines Staatsanwalts

Der Tod eines Staatsanwalts in Argentinien wirft Fragen auf. Wollte die Regierung ihn aus dem Weg räumen? Seine Ermittlungen hatten Präsidentin Cristina Kirchner belastet. Tausende Menschen protestierten lautstark.
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Buenos AiresDer plötzliche Tod des Staatsanwalts Alberto Nisman in Argentinien hat am Montag Fragen aufgeworfen. Die Behörden gingen von einem Suizid des 51-Jährigen aus, dessen Ermittlungen unter anderem Präsidentin Cristina Kirchner belastet hatten. Indes gingen am Abend tausende Menschen für Nisman in Argentinien und in Uruguay auf die Straße und machten die Regierung verantwortlich. Nisman wollte am Montag Beweise für seine Vorwürfe vorlegen.

Der Staatsanwalt war in der Nacht zum Montag (Ortszeit) tot in seiner Wohnung in Buenos Aires aufgefunden worden, neben ihm lag eine Pistole. Nach Angaben der Behörden stützten die ersten Autopsie-Ergebnisse die These eines Suizids. Die ermittelnde Staatsanwältin Viviana Fein schloss nicht aus, dass Drohungen und Belästigungen Nisman in den Tod getrieben haben könnten. Indes wurde ihren Angaben zufolge kein Abschiedsbrief gefunden. Medienberichten zufolge gehörte die Waffe, die neben Nisman gefunden wurde, außerdem nicht ihm.

Nisman ermittelte seit 2004 zu dem Bombenanschlag auf die jüdische Wohlfahrtsorganisation Amia im Jahr 1994 mit 85 Toten und 300 Verletzten. Er machte den Iran für den Anschlag verantwortlich und warf Kirchner sowie ihrem Vorgänger Carlos Menem vor, die Ermittlungen zu behindern, um das Verhältnis zu Teheran nicht zu belasten. Vergangene Woche forderte Nisman eine Untersuchung des Kongresses, um Kirchners Umgang mit den Ermittlungen zu klären. Für Montagnachmittag war eine Anhörung im Parlament geplant.

Kirchner selbst bedauerte den Tod des Staatsanwalts. In einer im Netzwerk Facebook veröffentlichten Erklärung wies sie zudem die Anschuldigungen zurück. Sie beteuerte, ihre Regierung habe die Ermittlungen zu dem Anschlag auf Amia vorangetrieben.

Nachdem bereits Oppositionspolitiker eine mögliche Ermordung des Staatsanwalts angedeutet hatten, war dies auch der Tenor bei abendlichen Protesten: In der Hauptstadt Buenos Aires gingen mehrere tausend Menschen für Nisman auf die Straße. Viele zogen zum Präsidentenpalast und zur Kathedrale, riefen „Mörder“ und hielten Schilder mit Slogans wie „Ermordet wegen Ermittlungen“ und „Ich bin Nisman“ in den Händen. Andere schlugen auf Kochtöpfe, um ihren Protest lautstark kundzutun.

Im Nachbarland Uruguay demonstrierten etwa 500 Argentinier in der südlichen Stadt Punta del Este für Nisman. Sie sangen die argentinische Nationalhymne und blockierten einen Teil der wichtigsten Promenade der Stadt.

Israel hatte sich am Montag bestürzt über den Tod Nismans gezeigt und die argentinischen Behörden aufgefordert, dessen Ermittlungsarbeit fortzusetzen. Argentinien hat mit rund 300.000 Juden die größte jüdische Gemeinde Lateinamerikas. Der Iran weist seinerseits jegliche Verantwortung für den Anschlag zurück.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • [YO SOY NISMAN
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    Der plötzliche Tod des Staatsanwalts Alberto Nisman in Argentinien hat am Montag Fragen aufgeworfen. Die Behörden gingen von einem Suizid des 51-Jährigen aus, dessen Ermittlungen unter anderem Präsidentin Cristina Kirchner belastet hatten.

    Hier wird wohl eine Märchenstunde abgehalten.
    Kirchner wollte nur die Beziehungen zu Teheran nicht belasten.
    Es war kein Selbstmord! Warum sollte er sich Stunden vor seiner Aussage vor dem Kongress umbringen?
    Er wurde "neutralisiert"!
    In wessen Auftrag, ist noch nicht bekannt, aber es gibt Vermutungen.

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