Alchanow ins Amt eingeführt
Neuer tschetschenischer Präsident will nicht verhandeln

Der neue tschetscheinsche Präsident Alu Alchanow hat am Dienstag in der russischen Krisenregion offiziell die Nachfolge des im Mai ermordeten Achmat Kadyrow angetreten.

HB MOSKAU. Bei seiner Amtseinführung in Grosny lehnte der frühere Polizeigeneral Alchanow Verhandlungen mit den tschetschenischen Rebellen erneut ab. „Wenn (Ex-Präsident Aslan) Maschadow auch nur einen Funken Anstand besäße, müsste er öffentlich erklären, dass er an der Entfesselung des zweiten Krieges schuld ist“, sagte Alchanow.

Im Kreis Kurtschaloi südöstlich von Grosny hielt die moskautreue Polizei weiterhin ein Berggebiet eingekreist, in dem der als Terrorist steckbrieflich gesuchte Maschadow vermutet wurde.

Nach der Ermordung Kadyrows hatte der Kreml am 29. August Alchanow zum Nachfolger wählen lassen und dabei ein offizielles Ergebnis von 73,67 % der Stimmen genannt. Etwa 2 000 Sicherheitskräfte bewachten die Amtseinführung Alchanows in Grosny. Der Ort wurde erst kurz vorher bekannt gegeben. Alchanow gelobte, dem „multinationalen Volk Tschetscheniens“ zu dienen. Als eigentlicher starker Mann der tschetschenischen Führung gilt jedoch Kadyrows Sohn Ramsan, der Vizeregierungschef ist und eine mehrere tausend Mann starke Truppe anführt.

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