Allawi sei der "Karsai des neuen Irak"
Iraks Regierungschef bekommt Morddrohungen

Gegen den irakischen Ministerpräsidenten Ijad Allawi sind am Mittwoch Morddrohungen laut geworden, die vermutlich von dem El-Kaida-Extremisten Abu Musab el Sarkawi stammen.

HB DUBAI. In einer im Internet veröffentlichten Tonaufnahme wird Allawi gedroht: „... wir haben für dich ein wirksames Gift und ein scharfes Schwert gefunden“. Sie würden ihre Mission, ihn zu töten, letztendlich erfüllen, sagte eine Stimme auf dem Tonband. Ob es sich dabei tatsächlich um Sarkawi handelt, konnte nicht überprüft werden. Er wird für mehrere Entführungen und Morde an Geiseln sowie für zahlreiche Anschläge im Irak verantwortlich gemacht.

Der Stimme in dem Tondokument zufolge wurden auf Allawi bereits mehrere Attentate versucht. „Du bist schon so vielen Fallen entgangen, die wir für dich gelegt haben“, sagte die Stimme, „du bist das Symbol des Bösen und ein Agent der Ungläubigen, du bist ein Heuchler.“

Der Sprecher nahm auch Bezug auf den afghanischen Präsidenten Hamid Karsai, der als Lakai der Amerikaner bezeichnet wird. Allawi sei der „Karsai des neuen Irak“. Der Irakische Ministerpräsident und sein Kabinett wurden von einem UN-Gesandten unter Mitsprache der USA ausgewählt. „Wir wollen nicht, dass ein amerikanischer Despot (im Irak) durch einen arabischen Despoten ersetzt wird“, hieß es auf der Internet-Seite. Als Ziel der Untergrundkämpfer nennt sie ein „islamisches Kalifat“ im Irak.

Die Internet-Seite trägt den Namen von Sarkawis Gruppe Jamaat el Tauhid und Dschihad, die sich am Dienstag zur Ermordung einer Geisel aus Südkorea bekannt hatte. Die US-Besatzungstruppen haben am selben Tag nach eigenen Angaben ein Haus in Falludscha angegriffen, in dem sich einige von Sarkawis Kämpfern aufgehalten haben sollen.

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