Allianzfrage der Ukraine
Auch Poroschenko will in die Nato

Nach dem Regierungschef will auch der ukrainische Präsident sein Land in die westliche Sicherheitsallianz einbinden. Poroschenko will den blockfreien Status der Ukraine durch das Parlament aufheben lassen.
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WarschauDer ukrainische Präsident Petro Poroschenko will sein Land in die transatlantische Sicherheitsgemeinschaft einbinden. Er werde den Abgeordneten in Kiew einen Entwurf vorlegen, um den blockfreien Status der Ukraine aufzugeben, kündigte Poroschenko am Mittwoch in einer Rede vor dem polnischen Parlament an. Die Nato nannte er dabei nicht beim Namen.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat sich wiederholt gegen eine Mitgliedschaft der Ukraine in der westlichen Militärallianz ausgesprochen, die Russland weiter provozieren dürfte. Poroschenko erklärte in Warschau außerdem, sein Ziel sei, dass die Ukraine bis 2020 einen Antrag auf die Mitgliedschaft in der Europäischen Union stelle.

Russland beobachtet den ukrainischen Westkurs mit Argwohn. Die Regierung in Kiew und viele westliche Staaten werfen Präsident Wladimir Putin vor, die prorussischen Rebellen in der Ostukraine mit Soldaten und Waffen zu unterstützen. Russland weist dies zurück.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Allianzfrage der Ukraine: Auch Poroschenko will in die Nato"

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  • Mir gefällt ja immer der letzte Absatz, der in fast jedem Artikel steht. Es steht Aussage gegen Aussage, keine Beweise. Problematisch wird es dann nur, wenn Zeuge, Ankläger und Richter der gleiche sind.

    Wir werfen Russland vor in Einflusszonen zu denken und dass dies ein veralteter Denkansatz sei. Die Nato unter Führung der USA (bzw in der Einflusszone der USA) haben wir bisher jedoch nicht auflösen wollen.

    Eine Annäherung unsererseits hat es nicht wirklich gegeben. Selbst im Sprachgebrauch unterscheiden wir Europa und Russland, setzten Europa mit EU gleich oder trennen uns in Ost und West, wobei aber Russland uns wesentlich ähnlicher ist als die wirklich östlichen (China, Korea, Indien,...)

    Unsere Politiker leben uns in eine verkehrte Welt.

  • Vielen Dank für Ihre Beobachtungen und Einsichten, Herr Dr. Klein. Ich stimme Ihnen voll zu. Die EU- und Nato-Erweiterungen sind in der Tat nicht so sehr einem hehren Freiheitsideal sondern einem blankem Wirtschafts- und Politimperialismus geschuldet. Dieser Zynismus wird vom einfachen Leser bei Weitem mehr durchschaut als von den unkritischen und geschichtsvergessenen Journalisten. Die Russen tun nichts als was die Amerikaner schon mein ganzes Leben lang ungestraft vormachen. Ich hoffe die LeserInnen schreiben weiterhin so eifrig wie bisher dagegen an.

  • @ Frau Helga Trauen

    Und an diesem Zustand müssen wir etwas ändern. Freiheit und Unabhängigkeit für Deutschland sind politische Ziele, die es anzustreben gilt.
    Es ist die Angst der US-Amerikaner vor der deutschen Wirtschaftskraft und dem Ideenreichtum deutscher Ingenieure, weshalb sie uns in Sippenhaft halten. Diese Ketten gilt es, zu sprengen. Wir dürfen uns nicht Kleinhalten lassen, weil das unsere Entwicklung hemmt.

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