Als Tourist getarnt
Verhaftetes Al-Qaeda-Mitglied suchte Terrorziele in New York

Als Tourist getarnt hat Al-Qaeda-Mitglied Hindi, der jüngst in Großbritannien gefasst wurde, 2001 Anschlagsziele in New York erkundet. Al-Qaeda-Chef bin Laden beauftragte ihn dazu.

HB BERLIN. Der vor wenigen Tagen in Großbritannien festgenommene Terroristenführer Abu Musa al Hindi ist im Jahr 2001 direkt auf Anordnung von Al-Qaeda-Chef Osama bin Laden in die USA geschickt worden, um geeignete Terrorziele in New York zu finden. Das berichtet die «New York Times» am Samstag unter Berufung auf einen hochrangigen Geheimdienstmitarbeiter.

Hindi, der den Codenamen «Bilal» trug, habe ein dreiköpfiges Team angeführt, das unter anderem die New Yorker Börse und andere mögliche Ziele für Anschläge in der Metropole untersuchte. Dies sei Anfang 2001 geschehen, schreibt das Blatt.

FBI und New Yorker Polizei sei derzeit damit beschäftigt nachzuvollziehen, wo Hindi damals gewohnt und von wo aus er wie agiert habe. Alle Kontakte aus dieser Zeit, die der Terrorverdächtige gepflegt habe, würden untersucht, hieß es.

Laut der «New York Times» ging Hindis Team so vor, dass sie sich wie Touristen gaben, Stadtrundfahrten buchten, mit Helikoptern über New York flogen und auch sonst auf herkömmlichem Wege Zutritt zu Gebäuden erhielten, die sie als potenziell attackierbar definierten. Die derzeit erhöhte Alarmbereitschaft in New York City geht demnach auch darauf zurück, dass noch nicht abschließend geklärt ist, welche damals gesammelten Informationen auch heute noch zu Terroranschlägen genutzt werden könnten.

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