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Altbekannter Sprengstoff: Nigerianer hätte vorzeitig gefasst werden können

Der bei dem vereitelten Anschlag auf einen US-Airbus verwendete Sprengstoff Nitropenta (PETN) wird seit Jahrzehnten immer wieder von Terroristen eingesetzt. Nach Ansicht von Experten hätten bei Flughafenkontrollgeräte oder schlichte Spürhunde Alarm schlagen müssen.

WASHINGTON. Schon in den 70-er und 80-er Jahren wurden mit PETN-haltigem Plastiksprengstoff Flugzeuge zum Absturz gebracht, auch der "Schuhbomber" Richard Reid wollte es 2001 mit der Chemikalie versuchen.

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Vergangenen August sollte damit der Chef der Terrorabwehr in Saudi-Arabien getötet werden. Dabei trug der Selbstmordattentäter den Sprengsatz vermutlich am Unterleib verborgen oder hatte ihn in den Körper eingeführt.

Der Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab, der an Weihnachten über Amsterdam nach Detroit flog, hatte Ermittlern zufolge ebenfalls einen Sprengsatz am Körper: Den Angaben zufolge trug er PETN in einem Kondom oder einer ähnlichen Hülle am Unterkörper versteckt und hatte außerdem eine Spritze voller Flüssigkeit bei sich. Dieser zweite Bestandteil des explosiven Gemischs werde noch untersucht, erklärte ein Gewährsmann, doch scheine es sich um einen Flüssigsprengstoff auf Glykolbasis zu handeln.

PETN ist die Abkürzung für Pentaerythrittetranitrat, auch Nitropenta oder Pentrit genannt. Ähnlich wie Nitroglyzerin wird es in kleinsten Mengen auch als Mittel zur Gefäßerweiterung in Herzmedikamenten verwendet. Der starke Sprengstoff kann laut Gefahrstoff-Datenbank des Instituts für Arbeitsschutz durch Schlag oder Reibung, Wärme oder andere Zündquellen zur Explosion gebracht werden. Er wird sowohl militärisch als auch zivil genutzt und findet sich unter anderem in Sprengkapseln.

Pentrit ist auch Hauptbestandteil von Sprengschnüren, wie sie im gewerblichen Bereich verwendet werden. Daraus kann die Chemikalie durch Ausschaben der Schnüre gewonnen werden, wie der Sprengstoffexperte James Crippin aus Colorado erklärt. PETN sei stabil und sicher im Ungang und daher das Mittel der Wahl, benötige aber eine primäre Zündquelle.

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