Aluminium-Fusion
EU-Beamte unter Insiderhandels-Verdacht

Sieben Mitarbeiter der Europäischen Kommission in Brüssel sind in den Verdacht geraten, durch ihren Job bei der Wettbewerbs-Direktion vorher von den feindlichen Übernahme der französischen Pechiney durch den kanadischen Aluminiumproduzenten Alcan erfahren und dieses Wissen in klingende Münze umgesetzt zu haben.

HB BRÜSSEL. Die französische Zeitung "Le Figaro" zitierte am Freitag aus einem Dokument, wonach Beamte elf Millionen Pechiney-Aktien kauften, bevor Alcan seine feindliche Übernahme startete, aber nachdem der Konzern die EU-Kommission über die Fusionspläne unterrichtet hatte. Als die Pläne schließlich öffentlich wurden und die Pechiney-Aktie stieg, hätten die Beamten einen Gewinn von fünf Millionen Euro erzielt.

Nach "Figaro"-Informationen brachte die französische Börsenaufsicht den Fall ins Rollen. Die Behörde sei wegen des millionenfachen Kaufs von Pechiney-Aktien mitte 2003 stutzig geworden und habe die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

Die Europäische Kommission teilte nun mit, sie habe von der Staatsanwaltschaft bereits im vorigen Sommer dazu eine Anfrage erhaltem. Im März 2005 seien die Namen der sieben Mitarbeiter nach Paris gemeldet worden. Warum genau diese Namen genannt wurden, teilte die Kommission nicht mit. Der Sprecher sagte lediglich, sie hätten Kontakt zu den Anwälten der beiden Firmen gehabt. Die Brüsseler Kommission hat den Verdacht nach eigenen Angaben inzwischen geprüft und dabei keine Hinweise auf ein Fehlverhalten gefunden.

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