Amerikaner angeklagt
Erpressung im Präsidenten-Wahlkampf 2012

Ein Amerikaner aus Tennessee steht vor Gericht: Er behauptete im Wahlkampf 2012, dass er im Besitz der Steuererklärungen von Mitt Romney sei. Zum Verzicht auf eine Veröffentlichung forderte er eine Million Dollar.
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WashingtonDie US-Präsidentenwahl 2012 hat ein spätes Nachspiel - jedenfalls für einen 34-jährigen Mann aus Nashville (Tennessee). Michael Brown soll sich jetzt wegen Betruges und Erpressung im Zusammenhang mit dem Wahlkampf verantworten, wie das US-Justizministerium am Mittwoch mitteilte.

Im Mittelpunkt stehen dabei Steuererklärungen des damaligen Präsidentschaftskandidaten und Multimillionärs Mitt Romney. Der Republikaner hatte es derzeit abgelehnt, alle Unterlagen aus der jüngeren Vergangenheit offenzulegen. Auf dem Höhepunkt des Wahlkampfes 2012 hatte dann ein Unbekannter behauptet, dass er im Besitz der Steuererklärungen sei. Er bot interessierten Parteien an, ihnen die Papiere gegen ein Entgelt von einer Million Dollar zu überlassen.

Der Anklage zufolge handelte es sich um einen ausgeklügelten Plan Browns, um von Romney, einer Steuerberatungsfirma und anderen Geld zu erpressen. Demnach schickte er der Firma einen Brief mit der falschen Behauptung, dass er sich Zugang zu Steuerunterlagen aus früheren Jahren verschafft habe und forderte eine Million Dollar im Gegenzug zum Verzicht auf eine Veröffentlichung. Zugleich habe er die angeblichen Papiere anderen Parteien feilgeboten. Niemand nahm das Angebot an.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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