Amerikanische Verhörpraxis verstößt gegen eigene Regeln
Verhöre in Irak durch private Ermittler unzulässig

Irakische Häftlinge sind durch private Ermittler verhört worden. Dies widerspricht jedoch den Regeln, die die US-Armee sich selbst gesetzt hat.

HB BERLIN. Die US-Armee hat mit dem Einsatz von privaten Ermittlern bei den Verhören von irakischen Gefangenen gegen ihre eigenen Regeln verstoßen. Dies berichtet die «New York Times» unter Berufung auf eine Armeesprecherin. Diese sagte der Zeitung, das Verbot vom Dezember 2000 sei nach wie vor gültig.

Die Armee habe die Beteiligung privater Unternehmen damals ausgeschlossen, da die Gefahr bestehe, dass diese so an geheimdienstliche Informationen gelängen. Auch in Afghanistan hatten Zivilisten Gefangene befragt. Kommandeure hätten die Richtlinie dazu außer Kraft gesetzt, so die Sprecherin. Auch an den Folterungen in dem Bagdader Gefängnis Abu Ghraib sollen solche privaten Ermittler beteiligt gewesen sein.

Nach einem Bericht der «Washington Post» soll der Oberbefehlshaber der US-Besatzungstruppen, Ricardo Sanchez, persönlich extreme Verhörmethoden gebilligt haben. Sanchez habe 32 Methoden aus einer Liste von Taktiken ausgewählt, die auch in Guantanamo angewendet worden seien. Dazu gehörten Schlafentzug und Langzeitisolation.

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