Warum Trump ein Golfklub in Dubai gefährlich wird

Amerikas erster Franchise-Präsident
Warum Trump ein Golfklub in Dubai gefährlich wird

Von Bali bis Panama – der zukünftige US-Präsident Donald Trump besitzt Unternehmen auf der ganzen Welt. Genau das könnte ihm nach Amtsantritt in eine gefährliche Situation bringen – wie dieses Beispiel aus Dubai zeigt.
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DubaiDie dekorative Uhr mit dem Namen des künftigen US-Präsidenten auf dem Trump International Golf Club in Dubai ist noch nicht in Betrieb, aber die für das Projekt zuständigen Bauträger kalkulieren schon einmal ihren Profit. Der Golfplatz mit 18 Löchern dürfte die erste Einrichtung mit geschäftlichem Bezug zu Donald Trump sein, die nach dessen Amtsantritt am 20. Januar eröffnet wird.

Doch an der Anlage wird auch deutlich, welche Interessenskonflikte sich aus den Projekten des Trumpschen Geschäftsimperiums von Bali bis Panama ergeben können. Zwar haben im Oval Office immer Wohlhabende residiert, doch wird Trump der erste Franchise-Präsident der USA.

Können ausländische Unternehmen auf Trump über dessen internationale Geschäfte Druck ausüben? Oder sich bei ihm einschmeicheln? Sollten Projekte mit seinem Namen von besonderen Sicherheitsmaßnahmen geschützt werden? Und wie eng sollten seine Beziehungen zu Managern bleiben, die in Weltgegenden mit völlig anderen Vorstellungen von Menschenrechten und Gerechtigkeit aktiv sind?

„Es hat noch nie eine Situation gegeben, die dieser auch nur entfernt ähnlich war“, sagt Robert Gordon, Rechtshistoriker und Ethikexperte an der kalifornischen Stanford-Universität. „Trump selbst neigt dazu, seine Geschäfte und seine öffentliche Haltung als eine Art Erweiterung seiner selbst zu behandeln. Es scheint ihm überhaupt nicht peinlich zu sein, sein Geschäftsunternehmen und das Vorgehen sowie die Politik der US-Regierung zu vermischen und zu verschmelzen.“

Der Trump International Golf Club in Dubai soll im Februar eröffnen und von Angestellten der Trump Organization gemanagt werden. Der Golfplatz liegt an einer Straße, die in der Nähe des Luxushotels Burdsch al-Arab beginnt und an einem Einkaufszentrum mit einem künstlichen Skihang vorbeiführt. Die Opulenz setzt sich auf dem Golfplatz fort. Er liegt in der Wohnsiedlung Akoja mit 2600 Villen und 7000 Wohnungen, die vom Luxusimmobilienträger Damac Properties gebaut wurden. Ein weiterer von Trump betriebener Golfplatz ist ganz in der Nähe in einem gerade entstehenden, noch größeren Damac-Projekt geplant.

Der Milliardär Hussain Sadschwani, der Damac Properties 2002 gründete, lernte Trump vor rund zehn Jahren kennen. Beide hätten sich angesichts ihrer Erfahrungen mit Immobiliengeschäften sofort gut verstanden, sagt Niall McLoughlin, Senior Vice President für Kommunikation und Marketing des Unternehmens. „Als wir sie 2013 wegen des Golfplatzes ansprachen, wusste er natürlich, wer Damac ist“, erklärt McLoughlin der Nachrichtenagentur AP. Beider Familien seien sich ebenfalls nähergekommen. Sadschwani und seine Familie nahmen auch an einer Silvesterparty in Trumps Mar-a-Lago-Club in Florida teil, und der künftige Präsident begrüßte sie von der Bühne als „die schönsten Leute aus Dubai“.

Trump erhielt laut einem im Mai vorgelegten Bericht des Bundeswahlausschusses zwischen einer Million und fünf Millionen Dollar (950 000 und 4,75 Millionen Euro) von Damac. Wie viel der Vertrag wert ist, wenn der Golfplatz erst in Betrieb geht, ist nicht bekannt. Es ist das erste Projekt Trumps in der arabischen Welt. Unter der Marke Trump entwarf Damac auf dem Gelände später rund 100 Villen für einen jeweiligen Verkaufspreis zwischen fünf Millionen und mehr als 15 Millionen Dirham (1,3 Millionen bis 3,9 Millionen Euro).

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