Amnesty International
China hält Hinrichtungsrekord

China hat im vergangenen Jahr weltweit die meisten Menschen hingerichtet. Nach einem Bericht der Menschrechtsorganisation Amnesty International gab es in dem Land mindestens 3400 Exekutionen. Die USA liegen mit 59 Hinrichtungen auf Platz vier.

HB BERLIN. Insgesamt sei die Todesstrafe weltweit an 3797 Menschen vollstreckt worden. Damit habe es so viele Hinrichtungen wie fast noch nie in den vergangenen 25 Jahren gegeben, erklärte Amnesty. Die tatsächliche Zahl der Exekutionen liege jedoch wahrscheinlich noch wesentlich höher, da die Todesstrafe in zahlreichen Ländern unter Geheimhaltung angewendet werde.

China hält mit 3400 Hinrichtungen den Rekord. Danach folgten der Iran mit mindestens 159, Vietnam mit 64 und die USA mit 59 Hinrichtungen. Amnesty begrüßte, dass die USA nach einem Beschluss des Obersten Gerichts keine jugendlichen Straftäter mehr hinrichteten.

In fünf Ländern wurde die Todesstrafe Amnesty zufolge abgeschafft: in Griechenland, der Türkei, Bhutan, Samoa und im Senegal. Dagegen hätten sich die Regierungen im Irak und Sri Lanka dazu entschieden, die Todesstrafe wieder einzuführen.

Im vergangenen Jahr sei die Todesstrafe an Minderjährigen in China und im Iran vollstreckt worden. Beide Länder haben eine Konvention der Vereinten Nationen zum Schutz von Kindern ratifiziert, die Hinrichtungen von Jugendlichen verbietet.

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