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22.07.2008 
Israel-Besuch

Amokfahrt vor Obama-Hotel in Jerusalem

Schon wieder ist ein Palästinenser mit einem Bulldozer Amokfahrt gefahren. Der Anschlag ereignete sich in unmittelbarer Nähe des King-David-Hotels – dem derzeitigen Domizil von US-Präsidentschaftsbewerber Barack Obama.

Die Polizei schoss auf den Amokfahrer und tötete ihn. Foto: ReutersLupe

Die Polizei schoss auf den Amokfahrer und tötete ihn. Foto: Reuters

HB JERUSALEM. Bei der neuen Amokfahrt sind am Dienstag im Zentrum Jerusalems mindestens elf Menschen verletzt worden. Der Anschlag wurde in der Nähe des Hotels verübt, in dem am Abend der US-Präsidentschaftsbewerber Barack Obama erwartet wurde.

Der Jerusalemer Polizeichef Ilan Franko teilte mit, ein Passant und ein Polizist hätten auf den Attentäter geschossen und ihn getötet. Er habe zuvor auf der zentralen King-David-Straße mit dem Fahrzeug zwei Autos und einen Bus gerammt.

Polizeikräfte sperrten den Ort des Anschlags weiträumig ab. Die Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht. Einer von ihnen erlitt nach Medienberichten schwere Beinverletzungen, die Übrigen wurde nur leicht verletzt. Der Angreifer, der auf einer Baustelle arbeitete, trug den Berichten zufolge eine israelische Identitätskarte bei sich und stammte aus Ost-Jerusalem.

Vor drei Wochen hatte ein Palästinenser aus dem arabischen Ostteil Jerusalems bei einer blutigem Amokfahrt mit einem Radlader drei Israelis getötet. Israel kündigte daraufhin an, man wolle Einwohnern Ost-Jerusalems, die an Anschlägen beteiligt sind, die Aufenthaltsgenehmigung entziehen und ihren Besitz konfiszieren.

Am Mittwoch will Obama unter anderen mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas und dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert zusammentreffen. Obama werde außerdem die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem besuchen sowie die Stadt Sderot im Süden Israels, verlautete aus seinem Umfeld.

Sderot ist häufig Ziel von Raketenangriffen militanter Palästinenser. Der Senator von Illinois wolle einen Eindruck der täglichen Probleme der Einwohner bekommen, sagte seine Beraterin Susan Rice. Der Besuch in Sderot wird allerdings vermutlich nur rund eine Stunde dauern.

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