Amtseinführung des US-Präsidenten: Boeing, Chevron und AT&T helfen aus

Amtseinführung des US-Präsidenten
Trump knackt Rekord, hat aber ein Promi-Problem

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Boeing, Chevron und AT&T helfen aus

Trump-Sprecher Boris Epshteyn teilte derweil mit, dass alles überschüssige Geld wohltätigen Zwecken zugutekommen werde. Welche Organisationen dabei bedacht werden könnten, wurde aber nicht bekannt gegeben - und in der Vergangenheit ist aus Spendenzusagen von Trump auch nicht immer wirklich etwas geworden. Obama hatte Kerrigan zufolge Reste aus dem Budget seiner ersten Amtseinführung etwa für das traditionelle Ostereierrollen im Garten des Weißen Hauses verwendet.

Spätestens 90 Tage nach der Vereidigungsfeier müssen die Veranstalter öffentlich machen, wer alles einen Beitrag geleistet hat. Einige Spender sind bereits bekannt: Der Flugzeughersteller Boeing hat eine Million Dollar (950.000 Euro) beigesteuert, der Ölkonzern Chevron 500.000 Dollar (470.000 Euro). Der Mobilfunkanbieter AT&T hilft nicht nur finanziell aus, sondern wird am Tag selbst auch die Kapazitäten seiner Netze vor Ort verfünffachen. Während aber andere Präsidenten sämtliche Spender stets gleich beim Eingang einer Zahlung genannt hatten, herrscht in diesem Jahr bezüglich eines großen Teils der Gelder noch Unklarheit.

Das Planungskomitee von Trump sei eine „wichtige Anlaufstelle für Unternehmen und Privatleute, die etwas spenden und damit Einfluss auf den Präsidenten sichern möchten“, sagt Alex Howard von der in Washington ansässigen Sunlight Foundation, die sich für Transparenz in der amerikanischen Politik einsetzt. Die Höhe der Summen und die zögerliche Offenlegung hätten schon Auswirkungen darauf, wie durchsichtig das Handeln des neuen Mannes im Weißen Haus sei.

Dass hohe Summen die Voraussetzung für eine ordentliche Vereidigungsfeier sind, steht natürlich außer Frage. Große Veranstaltungen im Freien seien gerade im Winter sehr teuer, sagt John Liipfert, der 2009 und 2013 an der Organisation beteiligt war. Neben robusten Sound- und Videosystemen würden wärmende Zelte, Absperrungen und nicht zuletzt Sicherheitssysteme benötigt. Für die Bälle müssten Hallen gemietet, Bühnen aufgebaut und hochwertige Dekorationen arrangiert werden. Und 2013 wurden allein entlang der Paraderoute 1100 mobile Toiletten aufgestellt.

Der Großteil dieser Ausgaben wird über private Spenden abgedeckt. Für einige Posten werden allerdings auch die Steuerzahler zur Kasse gebeten. So werden für die fast tausend Quadratmeter große Bühne, die eigens für die Vereidigung vor dem Kapitol aufgebaut wird, etwa fünf Millionen Dollar (4,7 Millionen Euro) dem Staatshaushalt in Rechnung gestellt. Mit öffentlichen Mitteln werden außerdem die Aufwendungen für die Sicherheit während der Veranstaltung bezahlt. Etwa 2,5 Millionen Dollar (2,35 Millionen Euro) fallen allein für Überstunden der Polizei an.

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Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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