Amtsinhaber haushoher Favorit
Stichwahl in Kroatien nötig

Die Kroaten müssen in zwei Wochen erneut an die Wahlurnen treten. Eine Stichwahl entscheidet über den künftigen Präsidenten. Dies teilte die Wahlkommission in der Nacht zum Montag in Zagreb mit.

HB ZAGREB. Am Sonntag hatten weder Amtsinhaber Stipe Mesic noch die stellvertretende Ministerpräsidentin Jadranka Kosor von der national-demokratischen Kroatischen Demokratischen Gemeinschaft (HDZ) die notwendige Mehrheit von mehr als 50 Prozent erhalten. Mesic kam auf 49,03 und Kosor auf 20,18 Prozent der abgegebenen Stimmen, berichtete das Staatsfernsehen HRT. An der Wahl hatten sich nur 51 Prozent der 4,4 Millionen Wahlberechtigten beteiligt.

Mesic (70) sagte nach Bekanntgabe der Ergebnisse: “Dies ist ein glänzender Sieg„. Er wolle Kroatien unter Wahrung der europäischen Werte in das 21. Jahrhundert führen, seine Gegner dagegen sähen in Richtung Vergangenheit. Seine schärfste Konkurrentin Kosor (51) bezeichnete es als Sieg, dass erstmals eine Frau in der Stichwahl um das Präsidentenamt kämpfen werde. Die große Überraschung war der amerikanisch-kroatische Geschäftsmann Boris Miksic, der auf Anhieb 17,8 Prozent erzielen konnte. Mesic war Kandidat der Mitte-Links Opposition. Miksic galt als Kandidat der extrem-nationalistischen Emmigration.

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