Amtsmissbrauch und Urkundenfälschung
Griechenlands Ex-Finanzminister vor Gericht

Der ehemalige griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou soll Verwandte vor der Steuerfahndung geschützt haben. Jetzt muss Papakonstantinou vor Gericht. Der Prozess könnte schon bald starten.
  • 0

AthenDer ehemalige griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou (Sozialisten) muss sich wegen Amtsmissbrauchs und Urkundenfälschung vor der Justiz verantworten. Dies beschloss der höchste griechische Gerichtshof (Areopag), wie das griechische Staatsradio am Donnerstag berichtete.

Papakonstantinou wird vorgeworfen, 2010 aus einer Datei griechischer Steuersünder mit Geldeinlagen in der Schweiz die Namen von Verwandten gelöscht zu haben, bevor er sie an die Steuerfahndung weiterleitete. Dem Ex-Finanzminister droht im Falle einer Verurteilung eine mehrjährige Haftstrafe. Juristen sagten der Deutschen Presse-Agentur, der Prozess könne Anfang 2015 starten.

Hintergrund des Prozesses ist die sogenannte „Lagarde-Liste“ mit den Namen zahlreicher Griechen, die Konten mit großen Vermögen im Ausland hatten. Die Liste wurde von der damaligen französischen Finanzministerin Christine Lagarde an Griechenland übergeben. Papakonstantinou streitet die Vorwürfe ab.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Amtsmissbrauch und Urkundenfälschung: Griechenlands Ex-Finanzminister vor Gericht"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%