Amtspoker
Juncker und Oettinger streiten über EU-Posten

Krach zwischen dem deutschen EU-Kommissar und Jean-Claude Juncker. Günther Oettinger will das Feld für digitale Agenda nicht übernehmen – er will mehr. Doch der Kommissionspräsident hat ganz andere Pläne.
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BrüsselDer deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger und der künftige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sind sie nicht darüber einig, welche Aufgabe Oettinger künftig in der EU-Kommission übernehmen soll. Juncker habe Oettinger den Posten des Kommissars für digitale Agenda vorgeschlagen, sagte ein hoher EU-Diplomat dem Handelsblatt.

Der für Internet und Breitband-Ausbau zuständige Kommissar gilt in der EU-Behörde nicht gerade als politisches Schwergewicht. Auch deshalb sei Oettinger unzufrieden. Der Deutsche strebt nach wie vor das Amt des EU-Außenhandelskommissars an. Juncker sei bislang allerdings nicht bereit, diese Bitte zu erfüllen, hieß es in Brüssel.

In Kommissionskreisen verstärkt sich deshalb jetzt der Eindruck, dass Juncker Frankreich beim EU-Postenpoker massiv gegenüber Deutschland bevorzugt. Der Franzose Pierre Moscovici wird wahrscheinlich Kommissar für Wirtschaft und Währung und erhält damit einen der wichtigsten Posten. Als Alternative sei für Moscovici auch noch das Amt des Wettbewerbskommissars im Gespräch, hieß es in Brüssel. Der Wettbewerbskommissar verfügt in der EU-Behörde über besonders weitreichende Kompetenzen.

Ruth Berschens leitet das Korrespondenten-Büro in Brüssel.
Ruth Berschens
Handelsblatt / Büroleiterin Brüssel

Kommentare zu " Amtspoker: Juncker und Oettinger streiten über EU-Posten"

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  • Wir hatten eine Alternative...
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    Ja, und Sie haben auch eine Alternative: nämlich Dipl.-Ing. endlich mal richtig zu schreiben. Sie sind eine Schande für jeden deutschen Ingenieur, dass sie es nicht raffen, ihre Graduierung richtig zu schreiben!

  • Zuständiger für die Sauberkeit des Innenhofes und der Grünflächen im Außenbereich der Brüsseler Dienstgebäude wäre eine interessante Aufgabe für den Oettinger.
    Als Kommissar für das zahlenmäßig größte Blödvolk in der EU eine angemessene, von den anderen Staaten gerade noch in der Kompetenz akzeptable Aufgabe.

  • "Juncker und Oettinger streiten über EU-Posten"

    Was wollen diese alten Knacker, wer serviert die endlich ab.

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