Amtssitz in Ramallah soll an "Vater der Nation" erinnern
Die „Mukata“ als Gedenkstätte für Arafat

Die „Mukata“, Arafats Hauptquartier in Ramallah, war für den Palästinenserpräsidenten in seinen letzten drei Jahren gleichzeitig Zuflucht und Gefängnis. Jetzt soll er dort seine letzte Ruhe finden. Auf dem Gelände sollen nach dem Willen der Palästinenser eine Gedenkstätte für den „Vater der Nation“ und eine Moschee errichtet werden.

HB RAMALLAH. In den beiden mit einem Übergang verbundenen Gebäuden harrte Arafat gemeinsam mit seinen Vertrauten aus, seitdem Israel ihn nach einer Anschlagsserie im Dezember 2001 in Ramallah isoliert hatte. Nur einmal verließ er während dieser Zeit Ramallah zu einer Rundfahrt im Westjordanland.

Im Frühjahr 2002 begann Israel nach einem verheerenden Selbstmordanschlag auf ein Hotel in Netanja eine Großoffensive im Westjordanland. Dabei wurde auch Arafats Amtssitz in Ramallah besetzt und zu großen Teilen zerstört. Auch danach wurde die „Mukata“ immer wieder von israelischen Panzern umstellt, zeitweise musste der „Rais“ mit Sympathisanten aus aller Welt unter israelischer Belagerung ohne Strom und Wasser dort ausharren.

Die Palästinenser nennen das Hauptquartier „Mukata“ (Distrikt), da dort auch die Bezirksregierung der palästinensischen Autonomiebehörde für Ramallah sitzt. Arafats Bürogebäude stammt aus den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als die Briten Mandatsmacht in Palästina waren. Danach nutzte es die jordanische und ab 1967 die israelische Armee als Kommando-Zentrale für Ramallah. 1995 zog dort die Palästinensische Autonomiebehörde ein.

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