Amtsübergabe offiziell verschoben
Österreichs Präsident zwei Mal klinisch tot

Thomas Klestil ist wenige Tage vor dem Ende seiner Amtszeit schwer erkrankt. Nach einem Herzstillstand musste der 71-jährige Politiker wiederbelebt werden. Anschließend wurde Klestil in der Wiener Universitätsklinik in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt. Klestil befinde sich in „akuter Lebensgefahr“, teilten die behandelnden Ärzte am Nachmittag mit.

HB WIEN. Wegen der schweren Erkrankung des Präsidenten wurde die für diesen Donnerstag geplante zeremonielle Amtsübergabe an Klestils gewählten Nachfolger Heinz Fischer abgesagt. Der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, will an diesem Dienstag im Stephansdom eine Messe für den todkranken Präsidenten lesen.

Klestil hatte zusammen mit dem Herzstillstand auch einen längeren Atemstillstand erlitten. Wie am Abend verlautete, war der Präsident vor seiner Behandlung im Krankenhaus bereits zwei Mal klinisch tot. Er sei aus der Bewusstlosigkeit nicht mehr aufgewacht. Der Tiefschlaf, eine künstlich herbeigeführte Bewusstlosigkeit, soll mindestens zwei Wochen dauern.

Klestil, der seit Jahren wegen einer so genannten Auto- Immunschwäche behandelt wird, war in der vergangenen Woche an einer seltenen Form von Lungenentzündung erkrankt, die ihn bereits vor acht Jahren wochenlang ans Krankenbett gefesselt hatte. Nach Schilderungen seiner Ärzte war er dann am Montagmorgen mit einem Herzstillstand zusammengebrochen.

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