Analyse
Republikaner-Skandale belasten Romney

Vor ihrem Parteitag geben die Republikaner ein klägliches Bild ab. Sie zeigen sich derart konservativ und kompromisslos, dass es den Amerikanern zunehmend zuwider ist. Das könnte Mitt Romney die Wahl kosten.
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New YorkEr heißt Isaac, hält sich gerade südwestlich der Karibikinsel Puerto Rico auf, und er hat das Zeug dazu, Mitt Romney die Party endgültig zu verderben. Der Tropensturm soll sich schon bald zum Hurrikan auswachsen und könnte am Montag in Tampa, Florida, aufschlagen. Genau dann, wenn dort 50.000 Menschen zum Parteitag der Republikaner zusammenkommen, um Romney mit Konfetti und großem Brimborium zu ihrem Präsidentschaftskandidaten zu küren.

Nicht einmal das Wetter scheint es derzeit gut zu meinen mit der Grand Old Party. Die Partei gibt kurz vor ihrem Mega-Ereignis ein klägliches Bild ab. Was auch immer Romney und sein Vize Paul Ryan versuchen, um ihre Botschaften über Wirtschaft und Steuern zu vermitteln, sie werden im Moment kaum gehört. 

Andere Schlagzeilen über die Republikaner bestimmen die öffentliche Diskussion. Kleine Skandale wie die peinlichen Nachrichten über jenen Abgeordneten, der nackt und angetrunken in den See Genezareth gehüpft war. Und große Probleme wie der Partei-Rechtsaußen Todd Akin, der ohne Not eine Abtreibungsdebatte lostrat und dabei über den Unterschied zwischen einer „echten Vergewaltigung“ und einer unechten schwafelte. Der weibliche Körper sei in der Lage, so Akin, bei erzwungenem Sex die Empfängnis zu verhindern, indem er automatisch „das ganze Ding herunterfährt“.

Nun könnte man diese eigenwillige biologische Einschätzung als Einzelmeinung eines irrlichternden Politikers aus der Provinz zu den Akten legen. Doch trotz Kritik aus der eigenen Partei ist Akin mit seinem radikalen Anti-Abtreibungskurs nicht allein: Das Anfang der Woche erst aufgesetzte Wahlprogramm will laut Medienberichten das Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen in die Verfassung schreiben. Ausnahmen wie Vergewaltigung oder Inzest sind nicht vorgesehen. Ebenfalls auf diese Weise geächtet werden soll auch die gleichgeschlechtliche Ehe.

Kommentare zu " Analyse: Republikaner-Skandale belasten Romney"

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  • Nun halten Sie mal die Luft an.
    Mit reiner Polemik sollte man dieses Thema nicht angehen.
    Es ist richtig,dass es momentan uns den USA an wahrer Leadership fehlt aber in Der EU sehe ich auch nicht viel davon.
    Viele drücken sich vor notwendigen Entscheidungen.
    Einige blasen sich noch auf ,weil ihre Wirtschaft besser läuft.
    Zurück aber zu den Wahlen in den USA.
    Dass der Wahlkampf brutal werden wird ,war allen klar.
    Dass die Reps eine schlechte Figur darin machen ist allein ihre Schuld.
    Ideologen blockieren schon viel zu lange eine Normalpolitik auf dem Kongresshügel.
    Kompromissbereite Politiker werden in "Zwangsjacken" gesteckt oder in den Vorwahlen eliminiert.
    Āhnliches haben wir bereits bei Newt Gingrich gesehen und die Reps haben krachend die Wahl verloren.
    Wir dürfen nur wünschen ,weiter so.
    Eine klare Besinnung auf den politischen Kompromiss ist in DC absolut notwendig.
    Wir brauchen keine Leute dort ,die in ihren Büros kampieren und nur undurchführbare Programme verkündigen,die keine Aussicht auf Erfolg haben.
    Hoffentlich wird der Wähler am 6 November ein klares Mandat abgeben.

  • Bull shit

  • Handelsblatt Redaktion
    Zitat aus ihrem Text: "Und so verprellt der Mann, der Aung von Wirtschaft hat..."

    Das soll doch sicher "Ahnung" heißen, könnten Sie das bitte korrigieren! Danke!

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